Niemand greift ein, obwohl sie schon früh zur Gewalt neigen
Das Vermächtnis von Jugendrichterin Kirsten Heisig (†
48), es ist eine gnadenlose Abrechnung mit den kriminellen Familien-Clans, die
Berlin terrorisieren, und der Bürokratie, die den Problemen nahezu
machtlos gegenüber steht.
Von den 550 Intensivtätern Berlins leben 214 in Neukölln (45
Prozent Araber, 34 Prozent Türken) und deren "Taten,
Entwicklungsbedingungen und Lebenslagen weisen auffällige Parallelen auf", schreibt
Heisig. "Sie werden speziell von ihren Müttern extrem verwöhnt und
erfahren keinerlei Grenzsetzung". Viele zeigten bereits als Kinder in der
Grundschule "Gewaltbereitschaft" und "Respektlosigkeit". Eltern, die
darauf angesprochen werden, suchen das Verschulden beim "System",
verweigern sich und bezeichnen Lehrer als "unfähig" oder
"rassistisch", weil die es wagten, den Sohn zu kritisieren. Häufig komme es dann
zu Schulwechseln, Problemkinder würden wie ein "Wanderpokal" herumgereicht.
Heisig: "Bereits mit 10 oder 11 Jahren treiben sich die Kinder den
ganzen Tag herum." Begehen erste Raubtaten, schlagen, treten ihre
Opfer. Es dauere Monate, bis sich Jugendämter einschalten, deren
Hilfe von Eltern unterlaufen oder ausgeschlagen werde.
Zeit, in der sich die Spirale der Gewalt immer schneller
dreht. Heisig: Schüler würden aus nichtigen Anlass mit den
Worten "Du bist tot" bedroht, begleitet von Handbewegungen, die das Durchscheiden
der Kehle andeuten. Beleidigungen wie "Hurensohn", "Du Opfer" und "Du
bist eine Nutte, du trägst kein Kopftuch" seien an der Tagesordnung.
Gefährlich sei es für deutsche Mädchen, eine Beziehung
mit "Südländern" einzugehen, denn der "Freund" sei schnell in seiner Ehre gekränkt.
Heisig: "Manchmal folgen daraus Vergewaltigungen, die durch
unbeschreibliche Rohheit gekennzeicht sind. Es gibt Fälle, in
denen das Mädchen in einen Hinterhalt ... gelockt und dann von mehreren
Tätern, die der "Ex" mitgebracht hat, sexuell auf schlimmste Art und Weise
missbraucht werden ... Auch das Filmen der Vergewaltigung mit dem Handy
gehört dazu. Damit kann man sich vor den Kumpels brüsten.
Selbstverständlich verlangen die Peiniger, dass ihre Opfer
schweigen. Ansonsten müssten sie mit dem Tod rechnen." Vor Gericht sagte
später einer der Vergewaltiger: "Im Libanon hätte ich das nicht gemacht.
Da hätte man mir ja den Schwanz abgeschnitten."
Heisig beklagt, dass die Jugendgerichtsbarkeit "am Ende einer Kette von
Fehlentwicklungen" stehe und die "Schwierigkeiten der Täter ...
meistens früh angelegt und auch erkennbar sind, hierauf nicht
nachhaltig reagiert wird". Schon vor Jahren hatte sie gefordert,
Instrumente zu schaffen, dass nicht strafmündige Kinder ihren
Familien entzogen werden können. Berlins Innensenator Ehrhart Körting
(SPD) plädiert inzwischen dafür, dass Kinder-Dealer (11-13), die
aus offenen Einrichtungen türmen, in geschlossene Heime weit weg in
Brandenburg weggesperrt werden (KURIER berichtete).
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Bildquelle: www.berlinonline.de/berliner-kurier/
Di, 27 Jul 2010 00:48:10 +0200-414
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Atomkraft in Deutschland
Altlasten kosten Bund 10,6 Milliarden Euro |
Die Spitze des Eisbergs ...
Auf eine Anfrage der
SPD-Fraktion an den Bund, wie hoch die Kosten für die
Atom-Altlasten seien, hat die Regierung mit einer Gesamtsumme von mindestens 10,6
Milliarden Euro geantwortet. Davon habe der Bund bereits 5,2 Milliarden
Euro für die Stilllegung und den Rückbau ausgedienter
Atomreaktoren und –anlagen ausgegeben.
Die Entsorgung ausgedienter Atomreaktoren und Kernforschungsanlagen
kostet den Bund zweistellige Milliardenbeträge. Dies geht aus
einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der SPD-Fraktion hervor, die der
Nachrichtenagentur DAPD in Berlin am Montag vorlag. Danach hat der Bund
schon 5,2 Milliarden Euro für die Stilllegung und den Rückbau
ausgegeben. Bis 2035 kommen noch einmal 5,4 Milliarden Euro hinzu, so
dass die Gesamtsumme auf mindestens 10,6 Milliarden Euro klettert.
In dem Schreiben räumt das Forschungsministerium ein, dass
sämtliche Kostenschätzungen „mit Unsicherheiten behaftet sind“. Grund seien
vor allem höhere Kosten für die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle sowie die starke Verzögerung beim Bau von
Endlagern, was ebenfalls die Kosten in die Höhe treibt.
Allein für die Stilllegung und Sanierung des Endlagers Asse II
kalkuliert die Regierung mit mehr als zwei Milliarden Euro. Allerdings
räumten die Beamten von Forschungsministerin Annette Schavan (CDU)
auch ein, die Kosten ließen sich derzeit „nicht belastbar
abschätzen“. Eine komplette Rückholung des Atommülls aus dem maroden
Salzbergwerk werde nach einer ersten Machbarkeitsstudie etwa 3,7 Milliarden Euro kosten.
Beim Rückbau der DDR-Kernkraftwerke in Greifswald und Rheinsberg
würden Mehrkosten von einer Milliarde Euro gegenüber der
ursprünglichen Planung erwartet, wie es in dem Regierungsbericht weiter heißt.
Auch die Sanierung alter Forschungsanlagen in Karlsruhe werde nach jetzigem
Stand 85 Millionen Euro teurer als geplant.
Allein die langen Planungszeiträume seien bereits ein Problem
für die Kostenkalkulation, heißt es. Das geplante Endlager in Gorleben
soll bis etwa ins Jahr 2080 für Mülllieferungen geöffnet bleiben.
Allerdings ist noch unklar, ob und wann in Gorleben Müll endgelagert werden kann.
Der SPD-Haushaltspolitiker Klaus Hagemann sagte der „Financial Times
Deutschland“, die 10,6 Milliarden Euro seien „leider nur eine
Untergrenze des Jahres 2010“. Angesichts zahlreicher Sanierungsprojekte
wie der Asse und dem Endlager Morsleben drohe „ein atomares Fass ohne
Boden“, sagte er dem Blatt, das vorab über die Anfrage berichtet hatte.
„Atom-Alarm“ in den Wahlkreisen
Das Kampagnennetzwerk Campact organisierte am Montag in rund 50
Bundestagswahlkreisen vor Büros und Geschäftsstellen von
Union und FDP mit Tröten, Pfeifen und Trommeln einen „Atom-Alarm“. Mit der
Aktion forderten die Demonstranten die Koalition auf, nicht am Atomausstieg zu
rütteln und sich für eine konsequente Wende zu erneuerbaren Energien einzusetzen.
Die Regierung will Ende August Szenarien der Energieversorgung vorlegen
und im Herbst ein umfassendes Energiekonzept beschließen. Ab 2011
soll zudem eine Brennelementesteuer als Bestandteil des Sparpaketes dem
Bundeshaushalt jährlich Einnahmen von 2,3 Milliarden Euro
einbringen. Damit sollen zum einen die Zusatzgewinne der Energieversorger aus der
geplanten Laufzeitverlängerung teilweise abgeschöpft werden.
Weiteres Ziel ist es, die Atomkonzerne an den Sanierungskosten für die
Atommülllager Asse und Morsleben zu beteiligen.
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Bildquelle: http://www.mind-funk.de/
Di, 27 Jul 2010 00:38:35 +0200-413
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Love Parade war bei Axa für 7,5 Millionen versichert |
Wer
ist schuld an der Love-Parade-Tragödie, wie werden die Opfer
entschädigt? Veranstalter Rainer Schaller hat das Großereignis für 7,5
Millionen bei der Axa versichert. Sollten darüber hinaus
Schäden entstanden sein, müsste er für alle weiteren Kosten wohl
privat aufkommen.
Berlin - Die Katastrophe bei der Love Parade hat für die
Veranstalter wahrscheinlich auch harte wirtschaftliche Folgen. Der Organisator
Rainer Schaller hatte die diesjährige Veranstaltung bei der
deutschen Tochter des französischen Konzerns Axa gegen Personen- und
Sachschäden versichert. Diese Haftpflichtversicherung decke Schäden bis zu 7,5
Millionen Euro ab, sagte ein Konzernsprecher am Montag.
Bei einer Massenpanik während der Love Parade in Duisburg waren am
Samstag 19 Menschen getötet worden, 511 Menschen wurden verletzt.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft schwebt ein Mensch weiter in
Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit mögliche Sicherheitslücken.
Fest steht: Der Verursacher der Massenpanik muss für den
entstandenen Schaden zahlen. Dieser Verursacher müsse aber erst gefunden
werden, sagte Christian Lübke, Sprecher des Gesamtverbands der Deutschen
Versicherungswirtschaft. "Es kann sein, dass am Ende die Richter
darüber ein Urteil fällen müssen."
Sollte der Veranstalter Lopavent schuldig sein, kann das Unternehmen
seine Haftpflichtversicherung geltend machen. Für Ansprüche,
die über diese Versicherungssumme hinaus entstehen, werde der Veranstalter
privat haften müssen. Gründer und Geschäftsführer
von Lopavent ist Rainer Schaller, der auch die Fitnesskette McFit betreibt.
Axa trägt die Deckung einem Bericht der "Financial Times
Deutschland" zufolge allein. Zu Einzelheiten über Haftungsfragen oder zur
Entschädigung für die Opfer wollte sich der Versicherer nicht
äußern. Der Sprecher sagte, Axa tue "alles was wir können, um schnell zu
vernünftigen Lösungen zu kommen". Derzeit arbeite der
Versicherer "mit Hochdruck" daran, sich ein Gesamtbild der Situation zu machen.
Die Kosten für die Behandlung der Verletzten strecke erst einmal
die Krankenversicherung vor, sagte Lübke. Die Kassen würden sich
an den Veranstalter wenden.
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Bildquelle: www.spiegel.de/
Di, 27 Jul 2010 00:21:56 +0200-412
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epost-Betreiber befürchtet Massenansturm |
Geister die ich rief ...
Seit dem 14. Juli nimmt die Deutsche Post die Registrierungen von Kunden für
ihren angekündigten E-Mail-Zustelldienst epost entgegen. Doch trotz der
Werbeaussage, schon wenige Tage nach der Anmeldung und dem Abschluss
des darüber angestoßenen Postident-Verfahren würde sie
den Nutzern per SMS die Freischaltung ihrer Nutzerkonten bestätigen, scheint die
Post ihre Kunden absichtlich warten zu lassen.
Wie der Focus meldet, warten Interessenten bereits seit eineinhalb
Wochen vergeblich darauf, den Dienst nutzen zu können. Demnach
fürchten die Admins bei der Post, ihre Server könnten unter dem Ansturm der
Zustellaufträge zusammenbrechen, wenn sie zu viele Konten auf
Anhieb aktivieren. Immerhin hätten sich schon in den ersten zwei Tagen
der Anmeldefrist 250 000 Nutzer registriert. Nun lasse man vorerst nur so
viele Kunden ins System, dass die eingeplanten Server der erwarteten Last standhalten können.
Die Besonderheit des epost-Dienstes liegt darin, dass hierüber
zugestellte Nachrichten als rechtssicher gelten sollen -- schließlich
versieht die Post jede Mail mit einer qualifizierten digitalen
Signatur, nachdem sie über das Postident-Verfahren die
Identitäten von Absender und Empfänger verifiziert hat, und weil sie im
Bedarfsfall Mails ausdruckt und als konventionelle Briefe zustellt. Das konzipierte
Verfahren hat in der Vergangenheit jedoch schon einige Kritik
heraufbeschworen, weil es nur eine lückenhafte
Verschlüsselung der Daten auf dem Weg vom Absender zum Empfanger vorsieht und damit nur den
Einhalt des Fernmeldegeheimnisses, nicht aber des umfassenderen
Briefgeheimnisses gewährleistet. Außerdem erlegt die "E-Mail
mit Briefporto" den Empfängern die unangenehme Pflicht zum
täglichen Check ihres epost-Eingangs auf und ermächtigt unter Umständen die
Post, die gesicherten E-Mail-Adressen an Werbevermarkter zu verkaufen.
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So, 25 Jul 2010 15:58:00 +0200-411
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Wenn Sie saubere Strände lieben ...
vielleicht fahren Sie rasch noch eimal hin! |
BP will mit Tiefseebohrung im Mittelmeer beginnen
Der Konzern will noch tiefer als im Golf von Mexiko bohren
Noch
hat der britische Ölkonzern sein Bohrloch im Golf von Mexiko nicht
sicher verschlossen, aber Sicherheit hin oder her, nun will er noch
tiefer vor der Küste Libyens nach Öl bohren. Und damit in
einigen Wochen beginnen.
Die Erdöl- und Erdgasquelle liegt in 1.750 Meter Tiefe. Für
900 Millionen Dollar hatte sich BP vor 3 Jahren die
Erschließungsrechte für
vermutete 20 Quellen in einem 54.000 Quadratkilometer großen
Gebiet gekauft. Und dabei war wohl auch noch einiger Druck auf die britische
Regierung notwendig, die schließlich den mutmaßlichen
Lockerbie-Attentäter Abdelbaset al-Megrahi freigelassen und nach
Libyen überführt hat, wo er nun angeblich im Sterben liegen soll.
Den Deal soll BP wesentlich mit vorangetrieben haben, berichten britische Medien.
Aber natürlich, so versichert BP, könne man die Situation im
Golf von Mexiko mit der in der Mittelmeerbucht Große Syrte nicht
vergleichen. Da sei nämlich hohe Sicherheit gewährleistet.
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Bildquelle Wikipedia
So, 25 Jul 2010 12:26:38 +0200-410
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Oldie-Nacht in Tempelhof enttäuschte |
Es
sollte ein Konzert an einem besonderen Ort werden. Das jedenfalls
hatten sich die Besucher von der "Oldie-Nacht" auf dem Flughafen
Tempelhof am Freitag versprochen. Und nichts anderes hatte das
Konzertplakat avisiert.
Bekannte Bands wie Middle of the Road, die Lords, die Rubettes oder
Smokie hatte die hr eventmanagement GmbH aus Löbau in Sachsen
angekündigt. Der stillgelegte Flughafen lockte obendrein.
Thomas Kaiser (53) aus Frohnau hatte sich auf das Konzert gefreut. Doch
was ihn dann in Tempelhof erwartete, war enttäuschend. "Das war
das unwürdigste Konzert, das ich je in Berlin erlebt habe", berichtete
Kaiser gestern. "Es fing bereits beim Einlass an, wo die wartende Menge
von der Haupthalle aus nur durch drei kleine, 50 Zentimeter breite
Gatter auf das Vorfeld gelassen wurde. Wir kamen uns vor wie Kühe
beim Branding." Die nächste Enttäuschung folgte auf dem Fuß.
Statt auf dem Vorfeld und Open Air, wie in einigen Medien angekündigt, spielten
die Bands im Hangar 4. "Wenn da alle 6000 Leute reingegangen wären,
die da waren, hätten die sich totgetreten", sagt Kaiser. "Obendrein war
von der Musik nichts als nur Krach zu vernehmen. Die Bands waren
außerdem nicht für jeden zu sehen."
Kaiser und mit ihm einige Hundert andere Besucher verließen das
Konzert frühzeitig und forderten ihr Geld zurück. "Das war ein Chaos.
Diejenigen, die am lautesten brüllten, bekamen Geld, andere wurden
vertröstet oder mit der Internetadresse des Veranstalters
abgespeist. Der Veranstalter, der Events wie "Malle in Cottbus" oder "Oldie-Nacht
in Eberswalde" organisiert, reagierte gestern überfordert. Der
Freitag sei so ein Tag gewesen, wo man es keinem Berliner hätte recht
machen können, sagte Geschäftsführer Steffen Pietschmann
zunächst - um dann doch einzuräumen, dass "die Tontechnik nicht ganz toll war" und
auch "die Frontfrau von ,Middle of the Road' stimmlich nicht gut
rüberkam". Die ersten Besucher hätten das Konzert bereits kurz nach Beginn
verlassen. Letztlich habe man 500 Karten zurückgenommen und das
Geld zum Teil erstattet.
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Bildquelle: Wikipedia
So, 25 Jul 2010 14:33:25 +0200-409
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Kritik am E-Postbrief wächst |
Mit der Einführung eines E-Postbriefs versucht die Deutsche Post, einen Dienst zu
etablieren der „sicher und verbindlich, wie ein Brief mit der Deutschen
Post“ sein soll. Jeder E-Postbrief wird mit einer qualifizierten
elektronischen Signatur versehen, die eine Integritätsprüfung
der enthaltenen Daten ermöglicht.
Die Stiftung Warentest hat nach einer ersten Überprüfung
bereits beklagt, dass die Anmeldung für das Verfahren sehr
umständlich sei, theoretisch jeder gedruckte E-Postbrief von Postmitarbeitern gelesen
werden könne, die Nutzer angehalten würden, ihr Konto
mindestens einmal je Werktag zu kontrollieren und der Dienst
unverhältnismäßig teuer sei.
Richard Gutjahr, freier Mitarbeiter und Moderator beim Bayerischen
Rundfunk, legt nun in seinem Internet-Blog nach. Er hat sich gemeinsam
mit juristischem Beistand durch die Rechtsanwälte Udo Vetter und
Thomas Stadler die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Post genauer
angesehen und moniert vor allem verklausulierte Pflichten, die dem Kunden
auferlegt werden und die Weitergabe von Daten an Dritte. Von Bloggern
werden die Erkenntnisse bereits satirisch kommentiert.
Zunächst, schreibt Gutjahr, werde der Nutzer aufgefordert,
mindestens einmal werktäglich den Eingang in seinem Nutzerkonto zu
kontrollieren, das gelte zum Beispiel auch im Urlaub. Habe er der
Veröffentlichung der Daten im Adressverzeichnis zugestimmt, dürfe die Post mit seiner
Adresse und seinen Daten munter Handel betreiben und diese
beispielsweise an Adress-Broker weiterverkaufen. Die mögliche
Folge sei, dass Spam und Reklame auch die E-Mailbox verstopften. Bonbon
für die Werbetreibenden: Der Kunde hat sich ja verpflichtet, jeden Tag
seinen E-Mail-Eingang zu überprüfen.
Vor allem genieße der E-Brief nicht den Schutz des
Briefgeheimnisses. Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts unterliege er nur
dem Fernmeldegeheimnis und sei damit allenfalls so geschützt wie
eine Postkarte. Als E-Postbrief-Kunde sei man mit seinen kompletten Daten
registriert, einschließlich der Personalausweisnummer. Darum
falle es wesentlicher leichter, eine bestimmte Person zu identifizieren, Um
einen herkömmlichen Brief zu öffnen, sei eine richterliche
Anordnung nötig. Bei der elektronischen Variante könne ein
Polizeibeamter, wenn er gegen jemanden einen Anfangsverdacht habe, bei der Post
gegebenenfalls sogar E-Mails einsehen. Dabei müsse es sich nicht
einmal um ein schweres Vergehen handeln. Dies falle umso mehr ins Gewicht, als
die Post eine Kopie dieses Briefes für einen nicht näher
definierten Zeitraum speichere – ob man das wolle oder nicht.
Derweil geriet auch De-Mail, das von der Bundesregierung propagierte,
aber noch nicht im Betrieb befindliche System für rechtssichere
E-Mail, in die Diskussion Zweifel an der Sicherheit von De-Mail, mit der das
System der Post konkurriert, hat das Bundesinnenministerium laut einem
dpa-Bericht zurückgewiesen. Nur Anbieter, die strengen
Sicherheitsanforderungen entsprächen, dürften die
elektronische Post anbieten, erklärte das Ministerium. Zudem sei das System so
sicher, dass Hacker es in einem Pilotprojekt in mehreren Versuchen nicht
hätten knacken können. Damit reagierte das Ministerium auf Kritik an der
Sicherheit von De-Mail, die nach einem Bericht der Frankfurter
Rundschau aufgekommen war.
Vor allem genieße der E-Brief nicht den Schutz des
Briefgeheimnisses. Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts unterliege er nur
dem Fernmeldegeheimnis und sei damit allenfalls so geschützt wie
eine Postkarte. Als E-Postbrief-Kunde sei man mit seinen kompletten Daten
registriert, einschließlich der Personalausweisnummer. Darum
falle es wesentlicher leichter, eine bestimmte Person zu identifizieren, Um
einen herkömmlichen Brief zu öffnen, sei eine richterliche
Anordnung nötig. Bei der elektronischen Variante könne ein
Polizeibeamter, wenn er gegen jemanden einen Anfangsverdacht habe, bei der Post
gegebenenfalls sogar E-Mails einsehen. Dabei müsse es sich nicht
einmal um ein schweres Vergehen handeln. Dies falle umso mehr ins Gewicht, als
die Post eine Kopie dieses Briefes für einen nicht näher
definierten Zeitraum speichere – ob man das wolle oder nicht.
Derweil geriet auch De-Mail, das von der Bundesregierung propagierte,
aber noch nicht im Betrieb befindliche System für rechtssichere
E-Mail, in die Diskussion Zweifel an der Sicherheit von De-Mail, mit der das
System der Post konkurriert, hat das Bundesinnenministerium laut einem
dpa-Bericht zurückgewiesen. Nur Anbieter, die strengen
Sicherheitsanforderungen entsprächen, dürften die
elektronische Post anbieten, erklärte das Ministerium. Zudem sei das System so
sicher, dass Hacker es in einem Pilotprojekt in mehreren Versuchen nicht
hätten knacken können. Damit reagierte das Ministerium auf Kritik an der
Sicherheit von De-Mail, die nach einem Bericht der Frankfurter
Rundschau aufgekommen war.
Aus technischen Gründen würden De-Mails auf dem Server des
Anbieters einmal kurz entschlüsselt und anschließend sofort wieder
verschlüsselt. Kritiker sehen darin eine Schwachstelle, die sich Angreifer zunutze
machen könnten – das sei wie bei einem Brief, der unterwegs
geöffnet und in ein neues Kuvert gesteckt werde. Mehrere Unternehmen hatten in
den vergangenen Wochen De-Mail-Angebote gestartet.
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Sa, 24 Jul 2010 17:42:07 +0200-408
Internet Explorer laufen User in Scharen davon
Auch Firefox schwächelt - Mozilla-Präsident lobt Google
|
| Mozilla-Präsident
Nitot: Stolz auf 400 Mio. User |
|
Paris (pte/24.07.2010/06:10) -
Microsofts Internet Explorer laufen die User weiterhin in Scharen
davon. In Europa büßte der Browser innerhalb des vergangenen
Jahres 8,4 Prozent an Marktanteil ein und hält aktuell nur mehr bei knapp
über 50 Prozent. Besonders heftig traf es den Browser in Deutschland. Hier
musste der Internet Explorer die Open-Source-Konkurrenz von Mozilla http://www.mozilla.org
erstmals an sich vorbeiziehen lassen, wie aktuelle Zahlen des
französischen AT Internet Institute http://www.atinternet-institute.combelegen.
Chrome im Höhenflug
Ungeachtet des Erfolgs zeigt aber auch Mozillas Firefox http://www.mozilla-europe.org/de/firefox/
bei seiner Aufholjagd erste Ermüdungserscheinungen. Während
Google Chrome http://www.google.com/chrome/
Mut zu radikalem Design und schnellen Releases an den Tag legte, musste
Firefox im vergangenen Jahr erstmals Kritik einstecken. Mozilla
reagiere zu passiv und zu konsensorientiert, um auch in Zukunft
relevant zu bleiben, meinte kürzlich einer der
Firefox-Urväter Blake Ross. Aber auch beim Thema Usability und Geschwindigkeit droht Firefox
von Chrome überrundet zu werden.
"Google ist ein äußerst innovatives Unternehmen, das den
Wettbewerb im vergangenen Jahr kräftig angekurbelt hat", meint
Mozilla-Europe-Präsident Tristan Nitot im Gespräch mit
pressetext. "Im Grunde haben wir uns diese Konkurrenzsituation aber seit Jahren
gewünscht, da es die Browserentwicklung weiter vorantreiben wird.
Der Druck auf Mozilla wird dadurch nicht kleiner, aber das ist auch gut so", sagt Nitot.
400 Mio. Firefox-User
Die ungewohnte Kritik am Firefox-Projekt will Mozilla nicht auf
sich sitzen lassen und verweist auf die über 400 Mio. User, die
das Open-Source-Projekt bereits für sich gewinnen konnte. "Dass wir in
Ländern wie Deutschland oder Polen bei beinahe 50 Prozent
Marktanteil liegen, ist eine sensationelle Leistung. Je höher der Marktanteil,
desto schwieriger wird es aber auch weiter zu wachsen", gibt Nitot zu bedenken.
Kritik an der mangelnden Innovationsfähigkeit weist der
Mozilla-Europe-Chef im pressetext-Interview entschieden zurück:
"Wir haben die Release-Strategie angepasst und die
Entwicklungsgeschwindigkeit erhöht. Mit Firefox 4 steht bis Anfang
nächsten Jahres zudem ein bedeutender Versionssprung bevor, der
gerade in puncto Geschwindigkeit und Design große Verbesserungen mit
sich bringt."
Mozilla Labs als Kreativpool
Um das kreative Potenzial der Community besser ausschöpfen zu
können, sollen experimentelle Ideen aus den Mozilla Labs gezielter
in den Entwicklungsprozess des Browsers einfließen. Darüber
hinaus will Mozilla den Entwicklungsprozess bei Erweiterungen vereinfachen. Aus
Usersicht verspricht Firefox 4 ebenfalls komfortabler zu werden.
Extensions werden sich zukünftig ohne Browser-Neustart
installieren lassen, verspricht Nitot.

Sa, 24 Jul 2010 14:46:28 +0200-407
Rund 80 Milliarden Euro will die Regierung in den nächsten vier Jahren einsparen.
Die Kürzungen treffen überwiegend Arbeitslose und Eltern.
Die Bundesregierung will 80 Milliarden Euro bis 2014 einsparen.
Die Liste der Grausamkeiten ist lang und fast jeder wird in den kommenden Jahren von den Einsparungen betroffen sein. Hauptbetroffene sind allerdings diejenigen, die wenig haben. 4,3 Milliarden Euro sollen im größten Haushalt des Bundes – im Etat Arbeit und Soziales – allein 2011 gespart werden.
Hartz-IV-Beziehern soll das Elterngeld komplett gestrichen werden.
Für diese Personen sei der Grundbedarf durch die Regelsätze und die Zusatzleistungen gesichert, wird argumentiert.
Der Bund spart durch diese Streichung 400 Millionen Euro im Jahr.
Zudem entfällt der Zuschlag vom Arbeitslosengeld I zum ALG II.
Bisher werden Alleinstehenden im ersten Jahr bis zu 160 Euro monatlich gezahlt, im zweiten bis zu 80 Euro.
Für Verheiratete gibt es maximal das Doppelte. Das Einsparvolumen beläuft sich auf 200 Millionen Euro.
Der Rentenversicherungsbeitrag für Langzeitarbeitslose soll ebenfalls entfallen,
womit der Bund 1,8 Milliarden Euro einspart.
Bisher entsteht pro Jahr Hartz-IV-Bezug ein Rentenanspruch von monatlich 2,09 Euro.
Die Regierung will zudem bei der Bundesagentur für Arbeit Pflichtleistungen in Ermessensleistungen umwandeln - etwa bei Eingliederungshilfen für Jobsuchende.
Insgesamt sollen Bund und Bundesagentur für Arbeit auf diese Weise bis 2014 bis zu fünf Milliarden Euro einsparen.
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Sa, 24 Jul 2010 12:57:11 +0200-406
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Kabel Deutschland setzt seine Werbemaßnahmen konsequent fort ... |
Alle KDG-Neukunden, die im Aktionszeitraum bis zum 3. August ein
Internet & Telefon-Paket online bestellen, erhalten einen Bonus in
Höhe von 50 Euro. Dieser wird den Kunden auf der Rechnung
gutgeschrieben. Die Aktion gilt bei Buchung eines der Pakete Internet
& Telefon 6, Internet & Telefon 32 oder der bislang nur in
Hamburg, München und Hannover verfügbaren Kabel Deutschland
Highspeed-Pakete Internet & Telefon 60 oder Internet & Telefon
100. Außerdem winkt Neukunden bei Bestellung per Internet
zusätzlich noch ein gratis WLAN-Router im Wert von 69,95 Euro.
Kabel Deutschland hält zudem noch bis zum 3. August alle Internet
& Telefon-Tarife mit zwölf Monate lang im Preis reduzierten
Grundgebühren bereit. Internet & Telefon 6 inklusive Festnetz-Flat sowie
Internet-Flatrate mit einer Bandbreite von bis zu 6 Mbit/s ist
zwölf Monate lang bereits für 12,90 Euro statt 19,90 Euro
erhältlich. Auch Internet & Telefon 32, das Internet mit einer Surfgeschwindigkeit
von bis zu 32 Mbit/s bietet, lässt sich ein Jahr lang für
22,90 Euro statt 29,90 Euro buchen.
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Sa, 24 Jul 2010 12:29:03 +0200-405
| | Strafgebühr für Müllvermeidung - kaum zu glauben ... aha macht Druck: Familie produziert zu wenig Müll |
Familie
Körner aus dem Waldwinkel in Misburg ist dieser Tage vom
Abfallwirtschaftsbetrieb aha auf ein spezielles Problem gestoßen
worden: In dem Haushalt mit fünf Personen fällt zu wenig
Restmüll an. Jedenfalls gemäß der Satzung über die Abfallentsorgung.
Körners müssen deshalb künftig eine doppelt so
große Restmülltonne wie bisher aufstellen und entsprechend höhere Gebühren berappen.
„Ein unglaublicher Vorgang. Wir zahlen Strafe, weil wir Müll
vermeiden“, sagt Angela Körner. „Die Satzung schreibt eine Mindestmenge vor“,
entgegnet aha-Sprecher Stefan Altmeyer. Der entsprechende Wert betrage
zehn Liter pro Person und Woche, beruhe auf langjährigen
Erfahrungen und werde bundesweit angewandt.
Im Jahr 2002 ist Familie Körner nach Misburg gezogen und hat
damals einen 60-Liter-Behälter mit 14-tägiger Leerung geordert.
Heute leben in dem Haushalt das Ehepaar, zwei Kinder und eine Sprachstudentin. „Schon
unser alter Müllbehälter ist nie voll geworden“, schildert
Angela Körner. Außer dem Bestreben, Müll zu vermeiden und
Wertstoffe zu trennen, trägt dazu bei, dass Ehemann Matthias beruflich in einer
anderen Stadt tätig und deshalb oft nur am Wochenende zu Hause ist.
Nach acht Jahren ist trotzdem Post von aha am Waldwinkel eingetroffen.
Bei einer allgemeinen Überprüfung habe man festgestellt, dass
das „vorgehaltene Restabfallmindestvolumen pro Bewohner bei Weitem
unterschritten wird“. Tatsächlich werfen Körners rein
rechnerisch nur sechs Liter pro Person und Woche in ihren Behälter. Um auf die
erforderlichen zehn Liter zu kommen, will ihnen aha nun die
120-Liter-Tonne aufdrücken. Dafür muss die Familie 90 Euro
jährlich mehr bezahlen als bisher.
Der Abfallwirtschaftsbetrieb verweist auf Paragraf 10, Absatz 4, seiner
Satzung, der in dieser Form auch in anderen Kommunen mit Tonnenabfuhr
angewendet werde. Für die Zehn-Liter-Mindestgrenze gebe es
Gründe: „Man will vermeiden, dass Haushalte aus Kostengründen zu kleine Tonnen
bestellen und dann überschüssigen Müll im Wald oder in
öffentlichen Behältern entsorgen“, erklärt Altmeyer. Außerdem gehe
es um Gerechtigkeit: „Mit den allgemeinen Müllgebühren werden auch
ansonsten kostenfreie Dienste wie Sperrmüll oder Wertstoffhöfe bezahlt.
Deshalb müssen wir nivellieren.“ Ausnahmeregelungen seien nur für
Einpersonenhaushalte möglich. Mit erwähnter Gerechtigkeit ist
es allerdings im Wirkungsgebiet von aha, der Region, so eine Sache. Im
früheren Landkreis gibt es die Sackabfuhr. Die Bewohner dort
zahlen erstens eine Grundgebühr und zweitens für die
Restabfallsäcke. Wie viel sie davon kaufen, kann ihnen niemand vorschreiben. Damit existieren
auch keine Mindestmengen.
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Bildquelle: www.haz.de/
Sa, 24 Jul 2010 11:56:08 +0200-404
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Die Getränkedose ist zurück - Umweltschützer entsetzt |
Die Getränkedose ist zurück - Umweltschützer entsetzt
Seitdem
im Jahr 2003 das Zwangspfand für Einweggetränkeverpackungen
eingeführt wurde, war die Getränkedose vom Markt verschwunden. Seit einigen
Wochen steht sie jedoch wieder in den Läden.
Umweltschutzorganisationen sind entsetzt. Getränkedosen seien nach
wie vor die ökologisch unvorteilhafteste Verpackungsart. Während
der Fußball-Weltmeisterschaft war das typische Plopp-Zisch beim
Öffnen einer Bierdose plötzlich wieder zu hören. Denn die tot
geglaubte Verpackung erlebt derzeit eine Renaissance. An der Spitze der Bewegung
stehen die Discounter Netto und Penny, die das Dosenbier und die
Cola-Dose vor einigen Wochen im großen Stil in die Regale zurückgeholthaben.
Penny startete den Versuch zunächst in Nordrhein-Westfalen, hat
den Verkauf wegen der guten Resonanz inzwischen aber auf das gesamte
Bundesgebiet ausgedehnt. Mittlerweile bietet auch die zum selben
Konzern gehörende Supermarktkette Rewe die Dose wieder an. Die
Händler sind zufrieden – wie auch der Discounter Netto, der bundesweit in allen
4000 Filialen Bierdosen zum Preis von 29 Cent zuzüglich Pfand
anbietet. "Die Kundenresonanz liegt über unseren Erwartungen", sagt
Sprecherin Christina Stylianou. Die Verbraucher wollten die Dose, meint auch
Penny-Pressesprecher Andreas Krämer – wegen der bessere Frische,
der längeren Haltbarkeit und der bewährten Kult-Eigenschaften,
wie er es nennt. Auch für das Unternehmen habe die Verpackungsform Vorteile.
Dosen seien stabiler und leichter stapelbar.
"Mit gutem Gewissen zugreifen: Die Getränkedose schont Klima und
Umwelt" – Mit diesem Satz werben die Hersteller derzeit für das
Comeback der Dose. Im Vergleich zu früher sei die
Getränkedose inzwischen "ökologisch auf Augenhöhe mit Mehrwegflaschen".
Begründet wird diese Aussage mit einer Studie des renommierten Ifeu-Instituts aus Heidelberg.
In dieser Untersuchung stellen die Wissenschaftler tatsächlich fest,
dass die Dose unter bestimmten Voraussetzungen Vorteile bringt.
Allerdings: Das Institut hat die Studie im Auftrag der
Getränkedosenindustrie auf Grundlage von deren Daten verfasst und
stellt selbst fest, dass "eine kritische Begutachtung nicht
durchgeführt wurde". Insofern sei die Studie mit Vorsicht zu
betrachten, sagt das Umweltbundesamt. Grünen-Fraktionschef
Jürgen Trittin spricht von einem Schönrechnen.
Auch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat etliche Argumente, warum die
Studie zweifelhaft ist. So seien die Wissenschaftler beispielsweise
davon ausgegangen, dass eine Mehrwegflasche nur bis zu zehn Mal wieder
befüllt wird. Gerade kleinere Brauereien nutzten die Flaschen
jedoch zum Teil mehr als 50 Mal, sagt DUH-Sprecherin Ulrike Fokken.
Umweltschützer: Dosen sind ökologisch am schlechtesten
Auch die angenommenen Transportentfernungen seien realitätsfremd,
auch wenn immer mehr Biersorten in ganz Deutschland verkauft werden. "Nicht
jede Flasche ist 400 Kilometer unterwegs", sagt Fokken. Gerade bei
längeren Strecken schneidet jedoch die Dose wegen ihres geringeren
Gewichts besser ab. Sarkastisch drücken es die Umweltschützer
so aus: Man muss die Dose nur lang genug transportieren, damit sie
umweltfreundlich wird. "Insgesamt betrachtet ist diese Art der
Verpackung immer noch die mit Abstand ökologisch schlechteste", sagt Fokken.
Die Umweltschützer beobachten die Rückkehr der
Getränkedose deshalb mit
Schrecken. Die Deutsche Umwelthilfe hat ihre Forderung erneuert,
Einwegverpackungen durch eine zusätzliche Abgabe zu verteuern und
dadurch für den Verbraucher unattraktiver zu machen. Ohne
"rigorose Vorgaben in der Verpackungsverordnung" sei der erneute Vormarsch der
Dose nicht zu stoppen, meint Fokken. Dafür sei die Dose in der
Herstellung zu billig und biete deshalb den Supermarktketten zu viele Vorteile.
Auch wenn der Absatz von Getränkedosen gerade rapide steigt – von
den früheren Zahlen ist er noch weit entfernt. Vor dem Jahr 2003
wurden in der Bundesrepublik jährlich acht Milliarden Getränkedosen
verkauft. Dies war abrupt vorbei, als die Bundesregierung ein Zwangspfand
für Einweggetränkeverpackungen einführte. Für die Dose sind
seitdem 25 Cent fällig. Damit erhoffte sie sich, dass wieder mehr Getränke in
ökologisch vorteilhaften Mehrwegflaschen abgefüllt werden.
Tatsächlich gebracht hat die neue Verordnung allerdings wenig. Die Mehrwegquote ist
sogar noch weiter zurückgegangen.
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Bildquelle: www.badische-zeitung.de/
und so sieht die Werbung aus ...
Sa, 24 Jul 2010 00:26:51 +0200-403
| | De-Mail - Wer liest Ihren Brief mit? |
Die
von der Bundesregierung als besonders sicher konzipierte elektronische
Post weist offenbar deutliche Sicherheitslücken auf. Der Grund:
Die Daten werden nicht durchgängig verschlüsselt. Mehrere
IT-Experten und Verbandsvertreter warnen davor, die De-Mail, die im kommenden Jahr an
den Start gehen soll, in dieser Form einzuführen.
"Ich habe schwere Bedenken und bin gegen das De-Mail-Gesetz. Die
Sicherheitslücken sind nicht zu übersehen", sagt Thomas Lapp,
Anwalt und IT-Experte der Bundesrechtsanwaltskammer der Frankfurter Rundschau.
Zwar werden die De-Mails von den Nutzern verschlüsselt an die
zentralen Server der De-Mail-Anbieter verschickt. Für diesen Teil des Weges
gibt es keine Sorgen um die Sicherheit. Auf den Servern jedoch werden die
Mails aus technischen Gründen kurz entschlüsselt und sofort
wieder verschlüsselt.
Wird eine De-Mail an einen anderen Anbieter verschickt als den eigenen,
muss die Mail auf ihrem Weg sogar zweimal aufgemacht werden. In diesen
Momenten wäre es theoretisch möglich, die De-Mail zu kopieren
oder zu manipulieren, wenn es gelingt, die Server der Anbieter zu hacken - das
ist in der Vergangenheit schon gelungen. Auch für Geheimdienste
und Ermittlungsbehörden könnte diese Schwachstelle interessant sein.
Elmar Müller, Vorstandschef des Deutschen Verbands für Post,
Informationstechnologie und Telekommunikation (DVPT), der der De-Mail
eigentlich wohlwollend gegenübersteht, sieht ebenfalls ein
Problem. "Diese Lücke muss dringend geschlossen werden", so Müller.
Aus Sicht von Kurt Kammerer, Chef der deutschen Regify, die Sicherheitssysteme
für E-Mails anbietet und in Konkurrenz zur De-Mail steht, sind die
Sicherheitslücken so bedenklich, dass viele Geschäftskunden,
etwa Banken, die De-Mail niemals nutzen würden.
Die Behörde des Bundesdatenschutzbeauftragten hegt ebenfalls
schwere Bedenken, wie die FR auf Anfrage erfuhr. Wörtlich hieß es:
"Für den Bundesdatenschutzbeauftragten ist es von zentraler Bedeutung, dass die
Kommunikation der Nutzer wirksam gegen die Kenntnisnahme Dritter
geschützt wird. Es reicht daher nicht aus, dass nur die
Diensteanbieter bei De-Mail untereinander verschlüsselt übertragen sollen."
Eine "echte Ende-zu-Ende-Sicherheit zwischen Absender und Empfänger" werde
damit nicht erreicht. Diese müsse im De-Mail-Gesetz vorgeschrieben werden.
Die De-Mail soll eine sichere Alternative zur
gewöhnlichen E-Mail sein, über die auch sensible Geschäfts- und
Behördenbriefe verschickt werden können. Die Deutsche Telekom und United Internet
(gmx.de, web.de) bieten bereits die Registrierung von De-Mail-Adressen
an und wollen Anfang 2011 mit großen Erwartungen in das
Geschäft einsteigen.
"Nur kurz entschlüsselt"
Die Deutsche Telekom bestätigt, dass die De-Mails kurz
geöffnet werden. Gert Metternich, Projektleiter der Telekom, sagte der FR: "Im
De-Mail-System werden die Mails für den Bruchteil einer Sekunde
auf den Servern der Provider entschlüsselt und sofort wieder
verschlüsselt und dann weitergeschickt." Dies geschehe auf Servern, die staatlich
überprüften Sicherheitsstandards entsprächen und
abgeschottet seien. "Insofern haben wir überhaupt keine Bedenken, dass die De-Mails
nicht sicher sind."
Auch im Bundesinnenministerium weiß man um die kurzzeitig
fehlende Verschlüsselung, sieht darin jedoch kein Problem, da die Anbieter
überprüft würden. Thomas Lapp von der Anwaltskammer
erblickt dennoch eine gravierende Lücke. Das System funktioniere wie ein Brief, der
bis zu zweimal unterwegs geöffnet und in ein neues Kuvert gesteckt
wird. "Das Versprechen, so sicher wie ein Brief zu sein, wird damit nicht eingehalten."
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Bildquelle: www.fr-online.de/
Do, 22 Jul 2010 06:50:54 +0200-402
| |
Bahn kennt Kühlungsproblem seit 2008 |
Die
Deutsche Bahn ist sich der Anfälligkeit ihrer Klimaanlagen
offenbar schon seit längerer Zeit bewusst. Die Kühlung seiner
ICE-2-Züge bereitet dem Unternehmen bereits seit zwei Jahren Probleme, wie aus
internen Wartungsprotokollen hervorgeht.
Laut der Protokolle, die dieser Zeitung vorliegen, gab es bereits im
Sommer 2008 massive Mängel bei der Kühlung der 44 Züge
der ICE-2-Flotte. Am 1., 3., 4. und 5. August waren demnach je sieben
Klimaanlagen defekt, am 2. August kühlten sechs Anlagen nicht.
Als die Fahrt des ICE 846 von Berlin nach Köln am 10. Juli
für zahlreiche Fahrgäste im Krankenhaus endete, hatte sich die Bahn
„völlig überrascht“ vom Ausfall von Klimaanlage und Lüftung gezeigt.
Diese Aussage von Bahn-Chef Rüdiger Grube wiederum überraschte
viele Experten und auch manchen ICE-Zugbegleiter. Denn der Ausfall der Kühlung
kommt offenbar öfter vor.
So listet das interne Informationsblatt „P.T-O-B 62“ bereits für
den Sommer 2008 zahlreiche Mängel auf. Im Juli 2008 funktionierten
demnach im Schnitt drei Anlagen nicht, im Juni fielen durchschnittlich vier
Anlagen aus. Das Dauerproblem mit den Klimaanlagen bestätigen auch
anonyme Aussagen von Zugbegleitern. Ein Schaffner meldete demnach
innerhalb eines Jahres allein 30 defekte Klimaanlagen in seinen
Zügen. Trotzdem wurden die Anlagen nicht ersetzt, sondern nur immer wieder repariert.
Auch andere technische Mängel, die den Komfort
beeinträchtigen und teilweise auch die Sicherheit, nahm die Bahn über Monate hinweg
offenbar billigend in Kauf. Das Protokoll listet zum Beispiel für
den 5. August 2008 insgesamt 24 „gestörte WC“, vier abgeschaltete
Bremsen und fünf „gestörte Bugklappen“ auf. Im Juli 2008 fielen in
den 44 ICE-2-Zügen im Schnitt pro Tag elf Toiletten aus, im Juni zehn.
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Bildquelle: www.haz.de/
Do, 22 Jul 2010 06:34:01 +0200-401
PR-Gau bei BP: Blogger deckt Bild-Manipulation auf
Retuschiertes Foto von Schaltzentrale beschädigt Image nachhaltig
|
| BP-Kontrollraum:
Einige Monitor-Bilder wurden nachträglich hinzugefügt (Foto:
americablog.com) |
|
Washington/Pfäffikon (pte/21.07.2010/13:35) -
Der Ölkonzern BP http://bp.com
sorgt mit einem manipulierten Bild aus einem für die Ölpest
zuständigen Kontrollraum für Spott. Hintergrund ist ein gefälschtes Foto
der Schaltzentrale in Houston, von der aus die Ölpest überwacht
wird. Auf dem Schnappschuss zu sehen sind die Schattenumrisse von BP-Mitarbeitern
vor zehn großen Überwachungsmonitoren. Darauf zu erkennen
sind Unterwasserbilder der Ölkatastrophe. Das Problem: Einige der
Bildschirme waren zum Zeitpunkt der Aufnahme aus. BP hat
Retuschierungen bereits eingeräumt.
Öffentliches Vertrauen verspielt
"Mit dilettantischen Aktionen wie diesen schadet sich das
Unternehmen immens. BP verspielt somit den letzten Funken an
öffentlichem Vertrauen", unterstreicht Thomas Otte, Inhaber des
gleichnamigen Beratungsunternehmens http://brand-consulting.com,
im pressetext-Interview. Da sich die Pannen bei BP häufen,
schmilztauch das Image auf unabsehbare Zeit dahin, sagt Otte. "Eine wie bei BP
selbstverschuldete Schädigung des eigenen Images ist einfach nur dumm."
Wie die Washington Post heute, Mittwoch, schreibt, hat BP-Sprecher
Scott Dean eingeräumt, ein Fotograf des Konzerns habe mit Hilfe
von Photoshop nachträglich Bilder der Katastrophe auf die schwarzen
Monitore gelegt. Dean beteuert außerdem, die Bildmanipulationen
wurden nicht mit Absicht vorgenommen. Der BP-Fotograf habe nur seine
Photoshop-Kenntnisse unter Beweis stellen wollen. Laut BP darf das
Programm ab sofort nur noch für Veränderungen wie
Farbkorrekturen oder zum Erstellen von Bildausschnitten verwendet werden.
BP-Chef Hayward gerät unter Druck
Nachdem BP das gefälschte Foto auf die Webseite gestellt hatte,
entdeckte der Blogger John Aravosis die Schummelei. Er machte
zahlreiche Screenshots, analysierte diese akribisch und stellte sie
anschließend auf seinen Americablog http://americablog.com.
Die jüngste PR-Panne BPs ist Ausdruck des Missmanagements im
Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Vor allem der Konzernchef Tony Hayward
gerät mit zahlreichen Verbalausfällen in die Kritik.
Am 14. Mai sorgte der BP-Chef für spöttische Kommentare, als er den
Golf von Mexiko als "sehr großen Ozean" bezeichnete und die
Ölmenge "winzig ist im Vergleich zur gesamten Wassermenge". Ein anderes Mal
schockierte Hayward mit der Aussage: "Ich möchte mein Leben
zurück." "Miniaturisierungsaussagen wie diese sind angesichts des Ausmaßes
der Ölpest völlig fehl am Platz. BP sollte die Öffentlichkeit lieber
rückhaltlos über das eigene Versagen informieren, anstatt
sich selbst zu bemitleiden", sagt Otte gegenüber pressetext.

Mi, 21 Jul 2010 14:50:30 +0200-400
Bevor die
Bundeskanzlerin sich in den Urlaub verabschiedete, stand sie in Berlin
noch einmal Journalisten Rede und Antwort. Angela Merkel räumt
Turbulenzen ein, erklärt die Wirtschaftskrise für beendet und
kündigt für die zweite Jahreshälfte "harte Arbeit" an.
Angela Merkel kommt schnell zur Sache, sie spricht von „turbulenten
Monaten“, von „wichtigen Weichenstellungen“ die vor der Bundesregierung
stehen und räumt auch ein, dass der Umgangston in der Koalition
zuletzt „teilweise nicht akzeptabel“ gewesen sei.
Gleichzeitig jedoch versucht die Bundeskanzlerin, gute Stimmung zu
machen. Die Krise sei vorbei, erklärt sie, auch wenn Merkel
zugleich „noch nicht“ sagen will, dass der Aufschwung auf Dauer tragfähig
sei. Rückschläge schließt also auch sie nicht aus, trotzdem
bleibt die Kanzlerin optimistisch. Die Zahl der Arbeitslosen sei niedriger als vor
der Krise, sagt sie. „Deutschland hat sich als stabiler erwiesen als
gedacht“, verkündet sie, der „Staat war handlungsfähig“.
Merkel präsentiert sich vor ihrem Urlaub also noch einmal zufrieden und
optimistisch. Ihre Laune scheint besser als die Lage. Alle schlechten
Nachrichten der letzten Monate, vor allem die aus den eigenen Reihen,
scheinen an ihr abzuperlen.
Fast anderthalb Stunden nimmt sich Angela Merkel am Mittwoch Zeit, um
den Hauptstadt-Journalisten Rede und Antwort zu stehen. Sie redet
über die Innenpolitik und über die Außenpolitik, über ihre
Kabinettskollegen und die Opposition, über ihr Leben vor der Politik und ihren
Spaß an der Politik.
Der Auftritt ist ein Ritual
Der sommerliche Auftritt vor der Bundespressekonferenz ist ein Ritual.
Wirklich Neues wird in der Regel nicht verkündet. Es ist Tradition
in der Hauptstadt, dass die Kanzler der Republik noch einmal die letzten
Monate Revue passieren lassen und in die Zukunft blicken, bevor sie
sich in den Urlaub verabschieden. Willy Brandt war der Erste, der den
Plausch mit den Journalisten in der nachrichtenarmen Zeit
schätzte, Helmut Kohl kam gelegentlich, Schröder jedes Jahr. Merkel muss
etwas tun, die Stimmung in der Koalition ist schlecht, in den
Meinungsumfragen testet die Regierung derzeit Woche für Woche
Tiefstwerte. Nach dem turbulenten ersten Regierungsjahr von
Schwarz-Gelb braucht die Kanzlerin eine Trendwende.
Angela Merkel weiß dies. Im sommerlich weißen Kostüm
sitzt sie vor den Hauptstadtjournalisten. Sie versucht, Scherze zu machen, entspannt zu
wirken. Dabei ist die Lage für die Kanzlerin alles andere als
entspannt, auch sie kennt die Umfragen, auch sie weiß, die
Deutschen sind nicht zufrieden mit der Regierung, „bestimmte Formen der
Diskussion haben den Wählern nicht gefallen“.
Doch lange will sich die Kanzlerin damit nicht aufhalten, sondern
lieber in die Zukunft blicken. „Die nächsten Monate werden noch
einmal sehr arbeitsreich, weil wir wichtige Entscheidungen zu treffen haben“,
sagt Merkel und spricht von „harter Arbeit“.
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Bildquelle: www.tagesspiegel.de/
Mi, 21 Jul 2010 14:37:47 +0200-399
| |
625 Millionen Euro für neuen Weltraumbahnhof |
Russland baut sich ein Tor zum All
Russland plant den Bau eines neuen Weltraumbahnhofs im eigenen Land. Für
das Kosmodrom Wostoschni wolle die Regierung in den kommenden drei Jahren
umgerechnet rund 625 Millionen Euro bereitstellen, sagte der russische
Ministerpräsident Wladimir Putin bei einem Besuch im
Astronauten-Trainingszentrum in der Nähe von Moskau. Der neue
Weltraumbahnhof soll demnach nahe der Stadt Uglegorsk in der Region
Amur im Fernen Osten entstehen. Schon 2015 soll er seinen Betrieb
aufnehmen. Die ersten Starts bemannter Raumflüge sollen 2018
abgewickelt werden.
Russland strebt nach mehr Unabhängigkeit
Ziel des neuen Projekts ist es, Russlands Abhängigkeit von
Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zu verringern. Das dortige zu
Sowjetzeiten erbaute Kosmodrom wird bislang für bemannte russische
Raumflüge genutzt."Wir müssen konkurrenzfähig bleiben.
Die Lage auf dem Weltmarkt zwingt uns dazu", sagte Putin. Der neue Weltraumbahnhof werde
Russland die "komplette Unabhängigkeit" bei seinen Weltraumaktivitäten garantieren.
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Bildquelle: www.tagesschau.de/
Di, 20 Jul 2010 11:48:14 +0200-398
Glühlampen-Ausstellung
Die Energiesparlampe mit ihrem flachen, dumpfen Licht ist ästhetisch
ein Schlag in die Magengegend. Die Ingo-Maurer-Ausstellung im Berliner
Bauhaus-Archiv plädiert für nackte Glühbirnen.
Auf den ersten Blick sieht die Ausstellung im Berliner Bauhaus-Archiv
wie ein Lampenladen aus: Ein Raum mit vielen Leuchten und dazwischen
stoffelt Personal. Gezeigt werden die wichtigsten Werke von Ingo
Maurer, einem der bedeutendsten Lichtdesigner unserer Zeit.
Auf den zweiten ist sie Politik. Gleich zum Einstieg in den
Ausstellungskatalog ruft Ingo Maurer zum zivilen Ungehorsam auf. Sein
Gegner: das Glühbirnenverbot. Er präsentiert ein "Euro
Condom" gegen "stupid Rules" - ein Gummiüberzug, der transparente
Glühbirnen (die bis 40 Watt noch bis 2012 legal sind) matt macht - und ruft dazu auf,
Glühlampenvorräte anzulegen.
"Die Glühbirne wird nicht verschwinden, davon bin ich
überzeugt", sagt Maurer. Mit anderen Designern und Künstler hat auch er eine
Petition unterzeichnet, die die Rücknahme der EU-Verordnung fordert. Ihre
Kritik: Das Verbot zerstört ein Kulturgut. Und die zurzeit einzige
Alternative - die Energiesparlampe mit ihrem flachen, dumpfen Licht -
ist ästhetisch ein Schlag in die Magengegend. Nur, wie wird die
Glühbirne überleben?
Warum sich der Ungehorsam lohnt, zeigt Maurers Werkschau im
Bauhaus-Archiv. Mit der "Bulb" hat er 1966 die nackte Glühbirne
zum ästhetischen Objekt gemacht, indem er sie in eine noch
größere Glasbirne stellte. Mit "Ya Ya Ho" machte er 1984 das Gleiche mit dem
Stromkreis, den er, anstatt ihn zu verbergen, als Lampe
präsentierte. Zwischen zwei gespannte Drähte hängte er (vom Verbot
ebenfalls bedrohte) Niedervolt-Lampen. "Ya Ya Ho" und seine zahllosen Imitate
ziehen sich heute durch jede 90er-Jahre-Wohnung.
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Bildquelle: www.taz.de/
Mo, 19 Jul 2010 09:40:34 +0200-397
| | Senat verbietet "Gelbe Tonne Plus" |
Der Berliner Senat hat einer neuen Wertstofftonne der Entsorgungsfirma
Alba nun auch förmlich eine Absage erteilt. Tausende Tonnen
müssen wieder eingesammelt werden.
Die
Umweltverwaltung schickte dem Unternehmen einen entsprechenden
Beschluss per Fax zu und forderte Alba darin auf, alle 9000 "Gelbe
Tonnen Plus" bis zum 13. August wieder einzusammeln. Alba werde den
Inhalt des Schreibens prüfen und nach dessen förmlicher
Bekanntgabe entscheiden, wie weiter vorgegangen werden soll, sagte Alba-Sprecherin
Verena Köttker. "Es ist außerordentlich bedauerlich, dass
die Senatsverwaltung ein seit Jahren etabliertes, kostengünstiges und
umweltschonendes System der Wertstofferfassung, ohne ersichtlichen
Grund, offensichtlich verbieten will und stattdessen auf eine
gebührenfinanzierte Lösung setzt".
Der Tagesspiegel hatte bereits Ende Juni berichtet, dass der Senat der
Ausweitung der gelben Tonne nicht zustimmen werde. Der Streit dreht
sich um die künftige Verwertung von Müll. Ein neues
Kreislaufwirtschaftsgesetz wird voraussichtlich in rund einem Jahr in
Kraft treten und das Sammeln und Wiederverwerten von Stoffen wie
Metall, Holz und Textilien regeln.
Die private Alba AG will dieses Geschäft nicht der landeseigenen
BSR überlassen. Bislang teilen sich beide den Berliner Markt: Die BSR
sammelt alle möglichen Arten von Müll, Alba ist für den
Verpackungsabfall zuständig.
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Bildquelle: www.tagesspiegel.de/
So, 18 Jul 2010 13:03:49 +0200-396
| |
"Wird der Schweizer aus der Zelle winken?" |
Die JVA Mannheim öffnet die Türen für einen Besuchertag
- das Gesprächsthema: Häftling Kachelmann
Der Veranstaltungstitel allein taugt eigentlich schon als
Schenkelklopfer: "Tag der offenen Tür im Gefängnis". Doch was
sich jüngst bei der Anmeldung zum Besuchertag der Mannheimer
Justizvollzugsanstalt (JVA) abspielte, hatte dann doch seine ganz
besondere Note. "Ach", seufzte Vollzugsleiter Michael Zahs, als er
gestern eine faszinierte Gästegruppe durch die
Gefängnistrakte schleuste, "irgendwann hat man wirklich jeden Kachelmann-Witz zum 30.
Mal gehört."
Kaum eine telefonische Anmeldung zum Knast-Besuch ohne Nachfrage, ob
denn auch eine Autogrammstunde eingeplant sei. Ob die JVA bei ihrem
Blumenkohlwölkchen-Promi vorsorglich gutes Wetter bestellt habe.
Ob der Schweizer aus der Zelle winken werde. Ob man ihm nachträglich
gratulieren dürfe. Zwei Tage zuvor hatte der berühmte
Untersuchungshäftling seinen 52. Geburtstag begangen. Auch
darüber, dass es dabei weder Kuchen noch Blumen gab, weil das nun mal nicht
üblich ist in Haft, war so ziemlich jeder informiert, der sich am
Samstag mit Personalausweis und gespanntem Gesichtsausdruck vor der
Strafanstalt einfand.
Geplant war der Knast-Event natürlich lange, bevor am 20.
März der prominente Zuzug kam, auch wenn Kachelmann-Fans im Internet schimpften,
man könne in diesem "Serengeti-Park JVA" ja gleich auch noch
Gladiatoren-Kämpfe der Häftlinge veranstalten. Zum zweiten
Mal hatte Baden-Württemberg eine landesweite "Woche der Justiz" organisiert,
um seine Bürger hinter die Kulissen von Gericht oder Gefängnis
schauen zu lassen. Auch ohne Kachelmann wäre der Ansturm auf die
mächtige Strafanstalt im Osten Mannheims wohl groß gewesen. Sich mal
genüsslich hinter Gittern umzutun in der Gewissheit, zwei Stunden später
wieder im Freien zu stehen, finden mittlerweile sogar Familien mit Kleinkindern
wochenendausflugwürdig. Doch dieses Mal liefen die Telefone
regelrecht heiß. Tausende wollten dorthin, wo Wetter-Millionär
Jörg Kachelmann seit mehr als 100 Tagen lebt, doch nur 600 wurden dann durch die schwer
bewachte Schleuse an der Hauptpforte gelassen. Mehr Gäste konnten
die Mannheimer beim besten Willen nicht durch Zellen und Werkstätten,
Kraftraum und Kirche schleusen, ohne den Überblick zu verlieren.
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So, 18 Jul 2010 12:56:51 +0200-395
Klimaanlagenbauer: Keine Schuld am ICE-Chaos
Liebherr leidet unter dem Schweigen der Deutschen Bahn
|
| Bahnkomfort:
Im ICE2 im Sommer nicht (Foto: Rainer Sturm/pixelio.de) |
|
Berlin/Wien (pte/16.07.2010/13:50) -
Schwitzende Passagiere in den stickig heißen ICEs der Deutschen
Bahn http://www.deutschebahn.de
würden die Hersteller der Klimaanlagen am liebsten selbst am Grill
sehen (pressetext berichtete http://www.pressetext.com/news/100715028/
). Doch welches Unternehmen die fraglichen Aggregate hergestellt hat,
verrät die Bahn nicht. Unfreiwillig in die Schusslinie geraten ist
dabei der Klimaanlagenhersteller Liebherr. Der Name fällt im
Zusammenhang mit der Taskforce – dabei befinden sich laut Liebherr in
den betroffenen ICE2-Garnituren gar keine Liebherr-Geräte.
Gestern, Donnerstag, bestätigte der Vorsitzende des
Verkehrsauschusses im Deutschen Bundestag, Winfried Hermann im
pressetext-Interview die Einrichtung der Taskforce, die die Bahn
zusammen mit dem Zughersteller Siemens und dem Klimaanlagenbauer
Liebherr gebildet hat. Die Taskforce soll Ergebnisse liefern und
aufzeigen, wie die Fehler behoben werden können. Liebherrs Aufgabe
ist es, Know-how beizusteuern.
"Wir sind als Hersteller und Experte auf dem Gebiet von
Klimaanlagen in die Taskforce der Bahn eingeladen worden, nicht, weil
unsere Technologie betroffen war", sagt Kristian Küppers, Leiter
Öffentlichkeitsarbeit bei Liebherr-International http://www.liebherr.com
gegenüber pressetext. "Bei unseren Geräten handelt es sich um
luftgestützte Klimaanlagen auf Zügen vom Typ ICE3 der zweiten Bauserie."
Alte Normen entsprechen nicht mehr Gegebenheiten
Die Bahn weist alle Kritik an Wartungsmängeln und systematischer
Fehler zurück. Dokumente der Bahn und des Eisenbahnbundesamtes EBA
deuten darauf hin, dass die Klimaanlagen ab einer Temperatur von 32
Grad nicht mehr störungsfrei arbeiten, weil die Kühlleistung
nicht mehr gewährleistet ist. Vollständige Aufklärung aber will die
Bahn ebenso wenig betreiben wie ICE-Produzent Siemens: Trotz mehrfacher Anfrage bei
der DB gab es auf die Frage nach dem Hersteller der Klimaanlagen keine
Auskunft. Siemens weigerte sich Spiegel Online zufolge ebenfalls, den
Hersteller der Klimaanlagen zu nennen.
Ein Grund für den Ausfall sind Normen, die zum Zeitpunkt der
Lieferung der Züge gegolten haben. Das bestätigt auch ein
Techniker der ÖBB gegenüber pressetext. "Die Normungskriterien von damals
entsprechen nicht mehr den jetzigen Gegebenheiten", sagt der ÖBB-Mitarbeiter,
der anonym bleiben wollte. 1992 galt die Norm von minus 20 Grad bis maximal
32 Grad bei 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Diese wurde dann einige Jahre
später auf 35 Grad erhöht.
Air Condition aus der Luftfahrtindustrie
Erfolgreich eingesetzt werden in den neuesten ICE3 Zügen
luftgestützte Klimaanlagen, die derzeit auf eine Norm zwischen
minus 30 und plus 40 Grad ausgelegt sind. "Das Besondere daran ist, dass Luft
als Kältemittel eingesetzt wird", sagt Küppers. "Im Vergleich
zu herkömmlichen Kaltdampf-Klimasystemen sind sie in puncto
Umweltfreundlichkeit und Gesamtbetriebskosten deutlich
überlegen."

Fr, 16 Jul 2010 14:50:11 +0200-394
100 Gigabyte: Sharp startet mit Blu-ray XL
Datenscheibe speichert zwölf Stunden TV-Content
|
| Blu-ray-Rohling:
Hersteller verdoppelt Kapazität (Foto: Sharp) |
|
Osaka (pte/16.07.2010/11:20) -
Seit Ende Juni gibt es von der Blu-ray Disc Association mit BDXL
Spezifikationen für Blu-ray-Disks, die bis zu 128 Gigabyte (GB) an
Daten fassen. Heute, Freitag, hat der Elektronikhersteller Sharp in
Japan die ersten entsprechenden Produkte präsentiert. Der
Hersteller bringt die ersten BDXL-Rohlinge. Sie bieten mit 100 GB eine doppelt so
hohe Kapazität wie bisherige Blu-ray-Disks. Ebenfalls noch im Juli
starten in Japan die ersten AQUOS-Blu-ray-Player, die eine Wiedergabe
der Hochkapazitätsscheiben erlauben.
Neue Kapazitäts-Schichten
Bislang waren zweilagige Blu-ray-Disks mit 50 GB die kapazitätsstärksten
Datenscheiben. Bei BDXL werden ein oder sogar zwei zusätzliche Layer genutzt. Für das
Kapazitätsmaximum von 128 GB wären vier Lagen nötig.
Sharp startet zunächst mit dreilagigen Rohlingen in den Markt, welche diesen
Wert nicht ganz erreichen. Dennoch reicht eine Scheibe für zwölf
Stunden an TV-Inhalten in einer für terrestrische digitale Ausstrahlung
typischen Qualität. Wer mit einem digitalen Videorekorder aufgenommene
Serien brennen will, kann also je nach Serie mit nur ein oder zwei Rohlingen auskommen.
Die BDXL-Scheiben unterstützen maximal eine
vierfache Schreibgeschwindigkeit und sind nur einmal beschreibbar
(BD-R). Der Preis zum Marktstart wird laut Akihabara News etwa 44,50
Euro pro Stück betragen. Sharps werden Rohlinge am 30. Juli
zunächst in Japan auf den Markt kommen. Dazu, ob und wann sie auch in anderen
Regionen erhältlich sein werden, gibt es noch keine Informationen.
BDXL braucht Player
Dass Sharp die Rohlinge zunächst nur in Japan startet, hängt
sicher mit der Verfügbarkeit geeigneter Player ab. Denn zum Abspielen sind eigene
BDXL-fähige Geräte erforderlich. Hier positioniert sich Sharp
ebenfalls als Vorreiter. Zeitgleich mit den Rohlingen erscheinen in Japan die
Blu-ray-Player BD-HDW700 und BD-HDW70. Sie sind die ersten Geräte
der Welt, die Playback und Aufnahme von BDXL ermöglichen. Dabei
unterstützen die Player auch vierlagige Scheiben.

Fr, 16 Jul 2010 14:50:11 +0200-393
| |
Gutschein: Lieblings-Musik und Hörspiele
im Wert von 10 Euro kostenlos downloaden |
Mit
unserem LoadBlog-Gutschein können sich Neukunden bei Musicstar.de
für 10 Euro beliebige Songs und Alben downloaden – völlig legal! Das
Ganze ist an keine Mindestbestellmenge, an kein Abo und keine Verpflichtung gekoppelt.
Von Nena bis Lady Gaga, von Drei Fragezeichen-Hörspielen bis zu
Lena Meyer-Landrut: Der umfassende Download-Shop bietet Musik von allen
großen Labels und aktuellen und namhaften Künstlern und
sogar Hörbücher. Alben kosten meist € 6,99, einzelne Songs ab €
0,75 Euro — und mit unserem Gutschein können sich Musikliebhaber ihr Geschenk
selbst aussuchen. Wir zeigen euch Schritt für Schritt, wie’s geht.
Musik und Hörspiele im Wert von € 10,- kostenlos – so
funktioniert’s in 3 Schritten und 3 Minuten
Schritt 1: Musik aussuchen
Über diesen Link zu musicstar gehen, nach den gewünschten
Songs/Alben suchen und in den Warenkorb legen. Wichtig: Der Gutschein gilt nur
für Neukunden und nur beim ersten Einkauf. Es empfiehlt sich, den Betrag
voll auszuschöpfen, da die Restsumme des Gutscheins nach der
Bestellung verfällt. Im Warenkorb unseren Code “urlaub” eingeben und auf
“weiter zur Kasse” klicken. Nicht irritieren lassen: Der Gutschein wird noch
nicht gleich bestätigt, das kommt zum Schluss.
Lesen Sie weiter bei 
Sa, 17 Jul 2010 14:43:58 +0200-392
| | Die Prinzen bei RICKY'S POP SOFA |
Sommerloch ... ?
Nun hat auch
Microsoft die "Anziehungskraft" von "Youtube" entdeckt
und will ein paar "Zuschauer" ab haben!
msn Video heißt es bei Microsoft.
Hier ein Beispiel:
RICKY'S POP SOFA - Die Prinzen bei RICKY'S POP SOFA
(Eine Werbung müssen Sie ertragen!)
Viel Spaß!
|
Sa, 17 Jul 2010 14:35:56 +0200-391
| |
Langwieriger Rechtsstreit um Schokohasen geht in nächste Runde |
Und hier ein "echter" Sommerloch-Artikel!
Der
Endlosstreit um den Schoko-«Goldhasen» geht in die
nächste Runde: Der Bundesgerichtshof (BGH) hob in einem am Freitag (16. Juli)
veröffentlichten Urteil eine Entscheidung des Oberlandesgerichts
(OLG) Frankfurt auf. Die Sache wurde zur neuen Verhandlung und Entscheidung
an das OLG zurückverwiesen. Das höchste deutsche Zivilgericht
hatte bereits zum zweiten Mal über eine Klage des schweizerischen
Schokoladenherstellers Lindt & Sprüngli (Az: I ZR 57/08) zu
entscheiden. Lindt wirft der bayerischen Confiserie Riegelein vor,
einen allzu ähnlichen Goldhasen im Angebot zu haben und damit das
Markenrecht zu verletzen.
Das OLG habe bei seiner Verhandlung zu wenig Feststellungen getroffen,
auf die sich der BGH berufen könnte, hatte der Vorsitzende Richter
Joachim Bornkamm am Donnerstag bei der mündlichen BGH-Verhandlung
in Karlsruhe moniert.
Bereits vor vier Jahren hatte der Bundesgerichtshof den Fall an das OLG
zurückverwiesen. Das Berufungsgericht befand danach – wie schon in
der ersten Verhandlung - es gebe keine Verwechslungsgefahr zwischen den
Schokoladenhasen. Nicht nur sei auf beide Hasen gut sichtbar der
Herstellername gedruckt, sie unterschieden sich außerdem deutlich
in Form und Farbe, fand das OLG. Außerdem wickelt Lindt seinen
Schokohäschen ein rotes Band mit Glöckchen um den Hals,
während der Konkurrent eine bräunlich-rötliche Schleife aufdruckt.
Gegen diese Beurteilung hatte sich Lindt mit seiner Revision gewandt.
Seit dem Jahr 2000 sind die Schweizer Inhaber der Marke
«Goldhase». Das Unternehmen verlangt von seinem deutschen Konkurrenten Unterlassung und
Schadensersatz. Der Anwalt der Gegenseite hatte dagegen darauf
verwiesen, dass Riegelein seit 50 Jahren den Hasen in dieser Form
produziert. Der Streitwert für die Revision wurde vom BGH auf
450.000 Euro festgesetzt.
Lesen Sie weiter bei 
Bildquelle: www.entdecke-deutschland.diplo.de/
und ...
Der Kampf um den Goldhasen 
Sa, 17 Jul 2010 13:59:07 +0200-390
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Klimaanlagen der Bahn sind nur bis 32 Grad ausgelegt?!? |
So werden die Bürger auf den Arm genommen!
Gestern waren es noch "bedauerliche Ausnahmen" ...
Erinnern Sie sich noch an den letzten Winter ...
ICE-Züge fallen aus - wegen der großen Kälte ...
Klimaanlagen in Fernzügen der Deutschen Bahn sind nur auf Temperaturen bis 32 Grad
Celsius ausgelegt. Bei höheren Temperaturen ist, wie sich aus
einem Schreiben des Eisenbahnbundesamtes ergibt, „ein Abkühlen
grundsätzlich nicht mehr gewährleistet“.
Die Bahn hatte, nachdem etliche Züge überhitzt waren und von
Sanitätern evakuiert werden mussten, zunächst von bedauerlichen
Einzelfällen gesprochen. Ein interner Meinungs- und Informationsaustausch zwischen
dem Bahnvorstand und der für ihn zuständigen
Aufsichtsbehörde, dem Eisenbahnbundesamt, deutet jedoch auf ein generelles Problem hin.
Der Präsident des Eisenbahnbundesamtes, Gerald Hörster, warnt
in einem Schreiben vom 14. Juli, das dieser Zeitung vorliegt, den Vorstand der
Bahn vor einer Verletzung seiner gesetzlichen
„Sicherheitsverpflichtung“. Wörtlich schreibt Hörster: „Die
Vorfälle geben hinreichenden Anlass zu der Annahme, dass nicht
gewährleistet werden konnte, dass die Risiken für die Fahrgäste auf ein
verantwortbares und rechtlich zulässiges Maß beschränkt
geblieben sind.“ Hörster rekapituliert in dem Brief Auskünfte des
Bahnvorstands, die er auf eine Anfrage vom 12. Juli bekam. Danach sei ein
Abkühlen bei höheren Temperaturen als 32 Grad nicht gewährleistet, und
„durch unglückliche Umstände“ habe überdies „die Luftzufuhr versagt“.
„Die Ereignisse werden derzeit von der Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des Bundes untersucht“, schreibt
Hörster. „Nach dem Ergebnis dieser Untersuchungen werde ich
über das weitere Verfahren entscheiden.“
Unterdessen haben, wie es am Mittwoch aus Bahnkreisen hieß, die
Bahn und der Siemens-Konzern als Reaktion auf das Hitze-Chaos in mehreren
ICE-Zügen eine „Taskforce“ gegründet.
Für den Zugchef eines ICE, in dem am Sonnabend neun Schüler
bei großer Hitze kollabierten, hat die Fahrt juristische Konsequenzen. Die
Staatsanwaltschaft Bielefeld leitete ein Ermittlungsverfahren ein. „Der
Verdacht lautet auf fahrlässige Körperverletzung und
unterlassene Hilfeleistung“, sagte Oberstaatsanwalt Reinhard Baumgart. Es werde
derzeit geprüft, ob der Mann den Zug hätte anhalten müssen.
Der Siemens-Konzern, der die Züge gebaut hatte, widersprach dem
Vorwurf, mangelhafte Technik ausgeliefert zu haben. Für die
Münchener ist die Bahn verantwortlich, weil sie die Wartung vernachlässigt
habe – Wartungsverträge mit Siemens aber ablehnte. „Wer ein Auto kauft
und zehn Jahre nicht zur Werkstatt bringt, darf sich auch nicht wundern,
wenn er irgendwann mit dem Fahrzeug liegen bleibt“, sagte ein Siemens-Sprecher.
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Do, 15 Jul 2010 11:22:34 +0200-389
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15 Jahre MP3 - Ein Musikformat feiert Jubiläum |
Am 14. Juli 1995 erhielt das schon länger existierende Musikformat
die weltbekannte Dateiendung ».mp3«.
Offiziell gab es den
ISO-Standard »MPEG Audio Layer 3« zwar schon länger,
doch erst am 14. Juli 1995 erhielt das Musikformat die Datei-Endung ».mp3«
und damit auch die umgangssprachliche Bezeichnung »MP3-Format«.
Lesen Sie die "Geschichte einer deutschen Erfindung" beim Erfinder dem
Fraunhofer - Institut für Integrierte Schaltungen
Die Fraunhofer-Entwickler
suchten nach Anwendungsmöglichkeiten für mp3 und hatten bald
die Vision von mobilen Musikspielern, auf denen Musikliebhaber ihre gesamte
Sammlung speichern können. Anfangs für ihre Ideen noch
belächelt, schafften es das Fraunhofer-Team gegen den Widerstand der etablierten
Industrie, mp3 zu einem Welterfolg zu führen.
Heinz Gerhäuser: »mp3 hat die Art wie wir Musik kaufen und
hören verändert. Heute tragen wir unsere gesamte Musiksammlung auf
Musikspielern nicht größer als eine Streichholzschachtel mit
uns spazieren. Lieder im mp3-Format spielen immer und überall, kein
Gerät das mp3 nicht unterstützt. Wir kaufen Musik online über das
Internet und nicht mehr im Kaufhaus. Die Technologie, die eine gesamte Industrie
revolutioniert hat, nahm ihren Anfang in Erlangen. Und nur dank der
unermüdlichen Entwicklungsarbeit und dank langjährigen
Vermarktungsbemühungen wurde mp3 letztlich zu dem was es heute
ist:
Ein kulturelles Phänomen made in Germany.«
mp3 komprimiert und speichert Musik. Im Vergleich zum Original
benötigt eine mp3-Datei nur rund 10 Prozent des Speicherplatzes. So kann Musik
schnell über das Internet übertragen und auf mp3-Playern
gespeichert werden. Ein moderner mp3-Player speichert je nach
Speichergröße zwischen 2.000 und 200 000 Minuten Musik, das sind über 130 Tage
ununterbrochene Musikwiedergabe. Die gesamte Sammlung eines
Musikliebhabers passt so in ein Gerät nicht größer als
eine Streichholzschachtel.
Dank MP3 wurde das Tauschen von Musik selbst mit den damaligen
Internet-Geschwindigkeiten deutlich einfacher und weniger
zeitaufwändig, blieb jedoch mangels legaler Angebote rechtlich
bestenfalls in einer Grauzone.
Software-Player wie WinAmp, REAL-Player usw. ermöglichten das
Abspielen der MP3-Dateien auf dem PC. Tragbare MP3-Player, die ohne mechanische
Teile weder den von Kassetten bekannten Bandsalat erzeugen konnten,
noch durch Erschütterungen wie CD-Player aus dem Takt zu bringen
waren, schafften ihren Durchbruch in den Massenmarkt bis hin zu den
Lebensmittelvermarktern Aldi, Lidl, Netto usw.
Noch ein paar Fakten:
mp3 ist Weltstandard und Visitenkarte im Ausland.
Die Bundesregierung warb anlässlich der EU-Ratspräsidentschaft
mit einer eigenen Serie von mp3-Playern für den Innovationsstandort Deutschland.
Die Lizenzerträge der Fraunhofer-Gesellschaft aus den
mp3-Patenten summieren sich jährlich auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.
Die durch mp3 induzierten Steuereinnahmen summieren sich
für Bund und Länder auf jährlich mindestens 300 Millionen Euro.
Mindestens 9.000 Arbeitsplätze sind in Deutschland direkt bedingt
durch mp3, zum Beispiel im Handel oder bei Herstellern von mp3-Playern.
Mi, 14 Jul 2010 16:22:49 +0200-388
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Unsere "sicheren" Atomkraftwerke melden sich ... |
... scheitern sie am "Sommer"?!?
Deutschland
stöhnt unter tropischen Temperaturen - und auch die Atomkraftwerke
kämpfen mit den Folgen der Hitzewelle. Erwärmt sich das Kühlwasser aus
Rhein, Neckar und Elbe noch weiter, droht am Wochenende die Zwangsabschaltung.
Laut Umweltministerium ist die Lage "angespannt".
Die Hitzewelle in Deutschland wirkt sich auch auf Kohle- und
Kernkraftwerke aus. Zahlreiche Anlagen könnten in den
nächsten Tagen abgeschaltet werden, sollte sich das zur Kühlung benötigte
Flusswasser auf mehr als 28 Grad erwärmen. Diese Schwelle könnte an Rhein
und Neckar schon am Wochenende erreicht werden, sagte
Baden-Württembergs Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) am Dienstag.
"Die Lage ist angespannt, aber noch nicht dramatisch", so Gönner.
Die Situation könne sich aber schon in den nächsten Tagen weiter
zuspitzen. Ein Zusammenbruch des Stromversorgung drohe aber nicht, so Gönner.
Im Ernstfall könne "schnell eine sachgerechte Abwägung zwischen
ökologischen Belangen und sicherer Energieversorgung getroffen werden".
Die Energieversorger müssen ab einer Wassertemperatur von 28 Grad
ihre Kohle- und Kernkraftwerke vom Netz nehmen. Die Anlagen entnehmen den
Flüssen Kühlwasser und leiten es aufgeheizt wieder
zurück. Dadurch droht sich die Temperatur noch weiter zu erhöhen, was zu einem
Fischsterben wegen Sauerstoffmangel führen könnte.
Das AKW Unterweser läuft wegen der Hitze zurzeit mit deutlich
weniger Leistung. Das Kraftwerk in Stadland sei seit Dienstag von 1345 auf 550
Megawatt gedrosselt, sagte ein Sprecher von E.on Energie in
München. "Das ist bei diesen Witterungsbedingungen nicht ungewöhnlich." Wie
lange die Drosselung andauern wird, sei zurzeit unklar.
Auch die Anlage in Brokdorf (Schleswig-Holstein) musste seine Leistung
wegen der erhöhten Flusstemperatur am Montag bereits für drei
Stunden um 50 Megawatt oder rund vier Prozent reduzieren, bestätigten
Betreiber E.on und das Justizministerium in Kiel. "Der Betrieb läuft
inzwischen wieder normal", sagte ein Ministeriumssprecher.
Auch beim Versorger EnBW aus Baden-Württemberg laufen die Atom-
und Kohlekraftwerke bislang regulär, sagte ein Sprecher. Die vier an
Rhein und Neckar gelegenen Atomkraftwerke sowie einige Kohlekraftwerke
könnten die Kühlung aber im Ernstfall komplett auf
Kreislaufbetrieb umstellen. Damit würde kein warmes Wasser mehr in die Flüsse
fließen. Auch bei Wassertemperaturen über 28 Grad könne zur Sicherung
der Stromversorgung für die meisten Kraftwerke der Weiterbetrieb beantragt werden.
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Mi, 14 Jul 2010 11:45:50 +0200-387
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Nur eine Stimme gegen das Burkaverbot |
Ab 2011 soll das Verhüllen des Gesichtes mit empfindlichen
Geldstrafen geahndet werden, beschließt die Nationalversammlung.
Die französische Nationalversammlung hat am Dienstagnachmittag mit
großer Mehrheit ein Verbot des Ganzkörperschleiers im öffentlichen
Raum beschlossen. Der Entscheidung waren monatelange Expertenanhörungen
und teilweise heftige Debatten vorausgegangen, denen am Ende jedoch ein
wenig die Luft ausgegangen war. Es schien sich Ansicht durchgesetzt zu
haben, dass das Phänomen weitaus niedrigere Zuwachsraten hat als
zunächst befürchtet.
Für ein Verbot der „Burka“ oder des „Nikab“ stimmten
schließlich 336 Abgeordnete, darunter die Mitglieder der Regierungsmehrheit und 20
Abgeordnete der Linken. Es gab eine Gegenstimme.
Sozialisten, Kommunisten und Grüne hatten sich zu großen
Teilen enthalten, obwohl die meisten Abgeordneten der Opposition ebenfalls
gegen die Vollverschleierung sind. Die PS begründet ihre
Enthaltung mit der Befürchtung, der Verfassungsrat könnte das Gesetz noch
kippen. Dies, so ein PS-Sprecher, wäre „ein unschätzbares Geschenk
für die Islamisten, die wir alle bekämpfen.“ Der Grünen-Abgeordnete
François de Rugy kritisierte, es handele sich um „ein Schau-Gesetz mit dem man
lediglich Öl ins Feuer gießt.“ Die Regierung nähme in
Kauf Spannungen zu verschärfen, nur um Wählerstimmen am rechten Rand zu gewinnen.
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Mi, 14 Jul 2010 01:28:33 +0200-386
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Echter Kundendienst - Seit zwei Jahren Fernseh-Empfang gestört |
Echter Kundendienst!
Der Kunde bleibt wie heute häufig auf der Strecke,
Hauptsache er bezahlt und verhält sich ruhig!
DER
FALL: Ist das ärgerlich. Seit zwei Jahren kann Salim Sensoy (37)
wegen dauernder Störungen nicht ordentlich fernsehen. Jetzt reicht's ihm.
Der Angestellte aus Berlin will endlich anständig in die
TV-Röhre schauen: „Neben meinem Kabelanschluss habe ich zusätzlich ein
Digital-Paket bei Kabel Deutschland abonniert. Allerdings habe ich seit
cirka zwei Jahren einen gestörten Empfang im Haus. Dadurch ist es
unmöglich, das Digital-Paket zu empfangen.“
Zum Digital-Paket gehört auch eine Smartcard, eine Plastikkarte,
die man in den Receiver steckt. Die Smartcard dient als „Zugangskarte“ und
hat die vom Kunden gebuchten Produkte gespeichert. Sie
entschlüsselt die digitalen TV-Signale und ermöglicht den Zugriff auf die
gebuchten Programmpakete und -inhalte.
Die Störung hat Salim Sensoy gemeldet. Leider ohne Erfolg. Auch
viele Telefonate mit dem Anbieter haben nicht geholfen. Sensoy: „Immer wieder
wurde mir gesagt, für die Störung ist die Hausverwaltung
verantwortlich. Natürlich habe ich dem Vermieter auch die
Störung gemeldet. Wieder ist nichts passiert. Deshalb habe ich das
Digital-Paket fristlos gekündigt.“
Trotzdem wurde weiter Geld von seinem Konto abgebucht. „Das habe ich
mir zurück geholt. Nun ist es soweit, dass ich Post von einem
Inkasso-Büro bekomme. Ich will das Geld aber nicht bezahlen, da
ich die Leistung nicht bekommen habe. Ich will nur noch von dieser Firma in
Ruhe gelassen werden!“
„BILD kämpft für Sie!“ schaltete sich ein. Magdalena
Palewicz, Pressereferentin Kabel Deutschland GmbH, erklärte BILD, dass das
Empfangsproblem an der Hausverkabelung läge. Instandsetzungsmaßnahmen
und Qualitätssicherung sind Vermietersache. Aber: „Aus einer
besonderen Kulanz und weil wir den Schaden der Hausverkabelung nachvollziehen
können, haben wir uns entschlossen die offene Forderung vom
Inkasso zurück zu holen und die Entgelte auszubuchen.“
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Anmerkung der Redaktion:
"Wie gnädig"! - Eine technische Hilfe, das verkaufte Produkt auch bis zum "Kunden" zu bringen,
wäre dass, was man gemein als "Kundendienst" versteht - ist es ein "Fremdwort" für Kabel Deutschland?
Wurde die Leitung bei Herrn Sensoy von Kabel Deutschland überprüft?
Wieviele Kontakte gab es in den zwei Jahren zwischen Kabel Deutschland und der betreffenden Hausverwaltung - die auch Kunde von Kabel Deutschland ist?
Kabel Deutschland müsste doch ein Interesse haben, ihre Produkte an "ihre Kunden" zu verkaufen - oder?
Es ist doch bezeichnend, dass die Pressestelle von Kabel Deutschland den "ramponierten Ruf" wieder etwas herzustellen versucht, wo die "technischen Abteilungen" von Kabel Deutschland offensichtlich auf der ganzen Linie versagt haben und es offensichtlich auch immer noch tun!
Die bisherigen "Reaktionen" dienen maximal der Vorbeugung vor einer möglichen "Betrugsversuchsanzeige".
Kundendienst wäre: Kabel Deutschland stellt in Verbindung mit der Hausverwaltung einen einwandfreien Kabelanschluss her und erlässt dem gestressten Kunden wenigstens zwei Jahre die Kabel Deutschland Gebühren.
Mi, 14 Jul 2010 01:22:37 +0200-385
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Berlin - Stadt der Abwesenheit |
Berlin scheint zu träumen: Wann aber wacht es auf? Besuch an einem
beunruhigenden Ort, der gern der erste wäre, der aus der
Geschichte heraustritt, die Tür hinter sich zumacht und weggeht.
Über
nichts staunt ein gewisser Amerikaner bei seinem ersten Besuch in
Berlin so sehr wie über die Sanftmut der Stadt.Es fehlt die
aufgeblasene Intensität, die man von der Hauptstadt einer
großen und reichen Nation erwartet. Die Stadt wirkt bescheiden; nie ist sie
überheblich. Manchmal scheint sie regelrecht gedankenverloren,
fast, als träumte sie. In gewisser Hinsicht ist das nicht anders zu
erwarten in der Hauptstadt einer Nation, die man einst als „Volk der Dichter und
Denker“ rühmte, in einer Stadt mit Berlins traditioneller Kultur,
Weltoffenheit und geistiger Unabhängigkeit.
Und so ist es vielleicht gar keine Überraschung, dass der
umgebaute Reichstag eher wie ein Freizeitpark als wie ein Zentrum staatlicher
Macht wirkt; dass das innerstädtische Flussufer so lässig und
still daliegt; dass die enormen neuen Regierungsgebäude eher elegant als
imposant wirken; dass ein großartiges Museum wie die
Gemäldegalerie im Pflaster versinken und sich verstecken möchte (und ihre
Unsichtbarkeitskampagne hat Erfolg: ein junger Fahrer, der uns die
Stadt zeigte, hatte noch nie von ihr gehört). Die Stadt hat kein
Zentrum. Ihr emotionaler Puls schlägt langsamer als der von
London, Paris oder New York, und ihre Einwohner sind weniger überzeugt
davon, dass sie der absolute Mittelpunkt des Universums sind. Als bedeutendes
kulturelles Zentrum ist Berlin gleichwertig; aber es ist nicht so
eingebildet, nicht so demonstrativ wohlhabend, nicht so anstrengend.
Die Sanftmut eines mächtigen Geschöpfs
An einem Abend hatte ich (dank der Großzügigkeit der
American Academy, die mich nach Deutschland eingeladen hat) das Privileg, die Berliner
Philharmoniker Brahms spielen zu hören. In den großen
Musikstädten fällt es einem normalerweise schwer zu entscheiden, ob es das
Publikum oder das Orchester ist, das sich hier mit mehr Aufwand
präsentiert, aber dieser Abend hatte die ruhige Ernsthaftigkeit eines
Musikschulkonzerts. Trotzdem drang das Orchester mit einer fast schon
sexuellen Inbrunst in die Musik ein, und auf wunderbare Weise
ließ der einzigartige Konzertsaal Zuhörer und Orchester zu einem einzigen
musikalischen Geist verschmelzen. Es war ein bewegendes Erlebnis, das
ich nicht vergessen werde.
Auch Berlins sanfte Besinnlichkeit ist bewegend, wie Sanftmut
eigentlich immer bei einem mächtigen Geschöpf. Während
meines kurzen Besuchs lernte ich einen Taxifahrer kennen, der sich als Fachmann
für Zierpflanzen entpuppte und gerne ausführlich über Rittersporn
fachsimpelte; dann eine liebenswürdige und gebildete junge
Geschäftsfrau, die einen Sonntagnachmittag damit verbrachte,
sinnierend auf dem riesigen Feld des ehemaligen Flughafens Tempelhof
herumzuwandern; und eine Geschäftsfrau, die mit leiser Stimme die
Tatsache bejubelte, dass junge Berliner während der WM die
Landesfarben zur Schau stellten, gerade so wie die Einwohner anderer Nationen, als
schämten sie sich nicht dafür, Deutsche zu sein.
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Di, 13 Jul 2010 17:13:20 +0200-384
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Tornado an der Nordsee - Tote und große Schäden |
Unwetter tobt über Helgoland
Elf Verletzte, Campingplatz verwüstet - Frau in Nordhorn von Baum erschlagen - Mehrere Bahnstrecken gesperrt -
Kran im Hafen Leer auf Schiff gestürzt
Helgoland - Ein Tornado ist am Montag über die Helgoländer
Düne gerast und hat große Schäden angerichtet. Elf Menschen wurden
verletzt, teilte der Kreisfeuerwehrverband Pinneberg mit. Rettungskräfte von
Deutschlands einziger Hochseeinsel waren am Nachmittag stundenlang im
Einsatz. Die Hauptinsel blieb verschont. Bürgermeister Frank
Botter löste zunächst den Katastrophenfall aus und forderte Hilfe
vom Festland an. Diese musste dann aber nicht in Anspruch genommen werden, sagte
Tourismusdirektor Klaus Furtmeier. "Die örtlichen Rettungskräfte haben alles im Griff."
Der Campingplatz auf der Düne wurde fast komplett verwüstet.
Auf dem kleinen Flugplatz der Badeinsel, die dem Hauptfelsen vorgelagert ist,
kippte eine Propellermaschine um. "Wir müssen jetzt erst mal alle
Menschen von der Düne runterholen", sagte der Tourismusdirektor.
Die Betroffenen kamen vorübergehend in der Helgoländer Schule unter.
Rentner Wilfried Richters erlebte die Windhose auf dem weitgehend
zerstörten Campingplatz. "So etwas habe ich noch nicht erlebt",
sagte der 63-Jährige zur Geschwindigkeit, mit der das Unwetter in einer
schwarzen Wand gegen 15.30 Uhr herangerast war. Rechtzeitig vorher
hatte der Platzwart vor der aufziehenden Front gewarnt. "Da kann man
dann als Camper nur abwarten", sagte er am Telefon.
Der Tornado sei dann von Südwesten über den Platz gerast und
habe in seiner Schneise etwa 80 bis 85 Prozent der rund 100 Zelte
"plattgemacht". Die Verletzten habe es seiner Kenntnis nach am
Südstrand durch umstürzende Strandkörbe gegeben. "Einige
standen unter Schock."
Da im Sommer immer die Feuerwehr und ein Arzt auf der Düne
stationiert seien, waren die ersten Helfer sehr schnell bei den Verletzten, sagte
Richters. Nach Feuerwehrangaben hatten die meisten Verletzten
Knochenbrüche. Sie kamen in das kleine Inselkrankenhaus. Der Wirt
des Dünenrestaurants, Lutz Hardersen, berichtete von
Strandkörben, die 100 Meter weit durch die Luft gewirbelt und völlig zerstört
wurden. "Es sieht aus wie nach einem Bombenangriff", sagte er.
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Di, 13 Jul 2010 14:13:44 +0200-383
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USA verbieten erneut Tiefseebohrungen |
Besser spät als nie ...
Die Ölindustrie wehrt sich - hoffentlich vergeblich!
Die
US-Regierung geht angesichts der Ölpest im Golf von Mexiko mit
einem neuen Moratorium gegen Tiefseebohrungen vor. Laut Innenminister Ken
Salazar gilt das Verbot bis zum 30. November. Zudem sei es nicht mehr
an eine bestimmte Gewässertiefe gebunden. Damit reagierte die
US-Regierung auf die juristischen Niederlagen beim ersten Moratorium,
gegen das 32 Öl-Unternehmen erfolgreich vor Gericht vorgegangen waren.
Salazar erklärte, die Bohrpause sei nötig, um
sicherzustellen, dass Öl- und Gasfirmen Sicherheitsmaßnahmen zur Verringerung von Risiken
umsetzten und auf mögliche Lecks vorbereitet seien. Er verwies
darauf, dass es der Industrie nicht gelungen sei, die Ende April mit dem
Untergang der Bohrplattform "Deepwater Horizon" ausgelöste
Ölpest in den Griff zu bekommen.
Verbot gilt für alle Tiefsee-Bohrinseln
Vergangene Woche war US-Präsident Barack Obama vor einem
Berufungsgericht in New Orleans mit seinem Plan gescheitert, einen
Stopp für die Tiefseebohrungen ab einer Gewässertiefe von 152
Metern durchzusetzen. Bereits im Juni hatte ein Bundesgericht einen vom
US-Präsidenten verhängten Öl-Bohrstopp per einstweiliger
Verfügung aufgehoben. Die Richter bemängelten, der Schritt sei nicht
ausreichend begründet. Das neue Moratorium gilt für jegliche
Tiefsee-Bohrinseln.
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Bildquelle: www.tagesschau.de/
Di, 13 Jul 2010 14:07:37 +0200-382
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Einheitliche Nummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst |
Die einheitliche
Nummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst kommt: Von
kommenden Jahr an heißt es bundesweit 116 117. Die Idee dafür kam aus
Brandenburg von der Kassenärztlichen Vereinigung (KVBB). Entsprechend stolz zeigte
sich deren Vorsitzender Hans-Joachim Helmig am Dienstag: Innerhalb von
fünf Jahren sei es gelungen, das Projekt auch mit Unterstützung der
Europäischen Kommission umzusetzen.
Ab Januar 2011 sollen die Ärzte am Wochenende und in der Nacht in
Deutschland über die einheitliche Nummer erreichbar sein,
später sollen andere EU-Staaten folgen. Dafür laufen derzeit die technischen
Vorbereitungen auf Hochtouren. Von Januar bis Mai gab es in Brandenburg
einen Probelauf. Derzeit gibt es allein in Deutschland über 800
unterschiedliche Rufnummern.
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Di, 13 Jul 2010 13:58:17 +0200-381
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Thomas Cook schluckt Öger Tours |
Der Reisekonzern Thomas Cook hat seinen Konkurrenten Öger Tours
übernommen. Öger Tours ist der größte Veranstalter
von Türkeireisen in Deutschland. Mit der Übernahme rückt Thomas Cook in der
Rangfolge der größten Reiseveranstalter deutlich näher an Marktführer TUI heran.
Der Reisekonzern
Thomas Cook stärkt mit einem 30- Millionen-Euro-Investment sein
Geschäft im Boomland Türkei und übernimmt dazu den
Hamburger Konkurrenten Öger Tours. Öger ist nach eigenen Angaben der
größte deutsche Veranstalter von Türkeireisen. Firmengründer und
Gesellschafter Vural Öger wechselt in den Aufsichtsrat von Thomas
Cook, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.
Öger und der deutsche Branchenzweite Thomas Cook aus Oberursel
hatten seit Monaten über einen Verkauf verhandelt, konnten sich aber
zunächst nicht über den Preis einig werden. Vorher hatte Öger
erfolglos versucht, sein Unternehmen an den russischen Milliardär Alexander Lebedew zu verkaufen.
Mit der Übernahme rückt Thomas Cook in der Rangfolge der
größten Reiseveranstalter deutlich näher an Marktführer TUI heran.
Die Stärkung des Türkeigeschäftes ist ein kluger Schachzug von Thomas
Cook: Die Türkei kommt immer näher an das beliebteste Mittelmeerland
Spanien als Reiseziel heran. Urlaub in der Türkei ist billiger als
vergleichbare Angebote in Spanien. Die Flugzeit ist mit 3,5 Stunden nur eine Stunde
länger als nach Spanien.
Thomas Cook kauft nur einen Teil der gesamten Unternehmensgruppe von
Öger: das Geschäft mit Pauschalreisen. Bei Vural Öger
bleiben Hotelbeteiligungen, Servicefirmen in der Türkei und Öger
Türk Tours, die billige Flüge zwischen Deutschland und der Türkei organisiert.
Der jetzt verkaufte Pauschalreiseveranstalter Öger Tours hatte
2009 einen Verlust vor Steuern von fast 8 Millionen Euro eingefahren, wie
Thomas Cook mitteilte. Der Umsatz lag mit 400.000 Passagieren bei 256
Millionen Euro. Thomas Cook erwartet Synergiegewinne von 8 Millionen Euro pro Jahr.
Zentrale bleibt in Hamburg
Die Marke Öger Tours und die Zentrale in Hamburg sollen „in vollem
Umfang“ erhalten bleiben, wie Öger mitteilte. In Deutschland hat
Öger 220 Mitarbeiter, in der Türkei zusätzliche 2.900. Vom Kauf
betroffen sind 120 Mitarbeiter.
Im Kaufpreis von etwa 30 Millionen Euro sind Schulden enthalten sowie
Dienstleistungen im Wert von 2,5 Millionen Euro, die Ögers
türkische Beteiligungen erbringen sollen. Branchenkenner schätzen, dass ein
einstelliger Millionenbetrag als Nettoerlös Vural Öger
fließt. Die Übertragung soll nach einer Kartellprüfung bis September erfolgen.
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Di, 13 Jul 2010 00:17:17 +0200-380
Hitzedrama betraf mehr Fernzüge als bekannt
Fahrgäste
kollabierten, Schaffnerinnen waren den Tränen nahe: Am Wochenende
hat es mehr Pannen mit Klimaanlagen der Bahn gegeben, als ihre Sprecher
bisher eingeräumt haben. Der Fahrgastverband wirft dem Konzern
Unfähigkeit vor.
Berlin/Frankfurt am Main - Um bedauerliche Ausnahmen handele es sich,
sagte die Bahn - und meinte damit die ausgefallenen Klimaanlagen in
drei ICE-Zügen am Samstag.
Fahrgäste kollabierten, Schaffnerinnen waren den Tränen nahe:
Am Wochenende hat es mehr Pannen mit Klimaanlagen der Bahn gegeben, als
ihre Sprecher bisher eingeräumt haben. Der Fahrgastverband wirft
dem Konzern Unfähigkeit vor.
Um bedauerliche Ausnahmen handele es sich, sagte die Bahn - und meinte
damit die ausgefallenen Klimaanlagen in drei ICE-Zügen am Samstag.
Die Züge hatten sich auf mehr als 50 Grad aufgeheizt, Menschen
dehydrierten, brachen zusammen, eine Schwangere versucht die Scheibe
einzuschlagen.Tatsächlich scheint es sich nicht um wenige
Ausnahmen zu handeln - denn jetzt gibt es Berichte, wonach noch in weiteren
Zügen die Klimaanlagen defekt gewesen sein sollen: Nach Informationen der
"Neuen Osnabrücker Zeitung" habe am Sonntag beispielsweise in
Teilen des IC 2307 von Hamburg in Richtung Ruhrgebiet die Kühlung nicht
funktioniert, berichtet das Blatt.
Reisende durften in die erste Klasse wechseln und erhielten
Getränke. Der überhitzte 12.36-Uhr-IC von Berlin via Osnabrück nach
Amsterdam sei in Stendal mit einem Lokschaden liegengeblieben. Als für den IC
ein Ersatzzug kam, sei dieser ebenfalls nicht klimatisiert gewesen.
Reisende berichteten der Zeitung von Wutausbrüchen von
Fahrgästen und von Schaffnerinnen, die den Tränen nahe waren. Eine Dehydrierte
musste aus dem Zug geführt werden. Die Bahn habe am Bahnsteig keine
Getränke angeboten.
Am Samstag hatten Rettungskräfte einen ICE in Bielefeld evakuiert,
in dem um die 50 Grad Celsius herrschten. Zwei weitere Pannen vom Samstag
wurden darüber hinaus bekannt. Die Bahn räumte technische
Probleme ein. Bahn-Sprecher Jürgen Kornmann sprach von insgesamt drei
ICE-Zügen von Berlin Richtung Köln, die am Samstag in Hannover oder Bielefeld
wegen Überhitzung aus dem Verkehr gezogen wurden.
Bahnchef Rüdiger Grube entschuldigte sich am Sonntag telefonisch
bei Reisenden und drückte sein Bedauern aus.
Scharfe Kritik an der Bahn äußert nach den Ausfällen
der Klimaanlagen der Fahrgastverband Pro Bahn. Deren Vorsitzender Hartmut Buyken, sagte
dem Radiosender hr info, er sehe einen Systemfehler als Ursache. "Die
Deutsche Bahn hat an der falschen Stelle gespart", sagte Buyken. Die
Technik ihrer Vorzeigezüge sei nicht auf Sicherheit ausgelegt,
sondern auf Kostenminimierung. Dabei würden Ausfälle billigend in
Kauf genommen. Das führe auch dazu, dass sich der ICE international
schlechter verkaufe als das französische Konkurrenzprodukt TGV.
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Bildquelle: www.spiegel.de/
und ...
Verspätungen immer fein säuberlich dokumentieren
Der Urlaub hat begonnen und Zug oder Flugzeug kommen nicht? Je
länger der Intercity auf sich warten lässt oder die Maschine
verspätet ist, desto wütender wird man. Dazu die Hilflosigkeit. Und irgendwann
Fragen: Bekomme ich mein Geld zurück? Und was muss ich dafür tun? Die
scheckkartengroße Karte "Reise-Recht" des Bundesverbraucherministeriums
(www.bmelv.de) gibt einen Überblick - wenn auch nur grob.
Bahnreisende bekommen bei einer Verspätung von einer Stunde 25
Prozent, bei zwei Stunden 50 Prozent des Fahrpreises erstattet. Ist der letzte
Zug des Tages ausgefallen, kann sich der Kunde zwischen null und
fünf Uhr auf Kosten der Bahn ein Taxi nehmen.
Den vollen Fahrpreis bekommt man nur zurück, wenn bereits vor
Reiseantritt feststeht, dass der Zug mindestens eine Stunde
Verspätung haben wird. Alternativ kann der Fahrgast einen späteren Zug
nehmen. Und wer die Reise wegen Verspätungen nicht mehr am selben Tag beenden
kann, bekommt eine Hotelübernachtung erstattet.
Weitergehende Fragen beantwortet die Karte jedoch nicht: Wo mache ich
meinen Anspruch geltend? Und wie lange habe ich dafür Zeit? Auch
Verbraucherschützer sehen hier Handlungsbedarf. "Adressen von
Kundenservice und Schlichtungsstelle müssten auf so einer
Ratgeber-Karte schon draufstehen", sagt Karl-Peter Naumann, Vorstand
des Fahrgastverbands Pro-Bahn.
Wichtig zu wissen: Fahrgäste müssen sich die Verspätung
immer schriftlich bestätigen lassen. Wer bereits in einem
verspäteten Zug sitzt, sollte den Zugbegleiter aufsuchen. Der vermerkt auf dem Ticket,
dass die Kosten erstattet werden. Wenn der Kunde bereits auf dem
Bahnsteig von einer Verspätung erfährt, muss er sich diese im
Bahn-Reisezentrum bescheinigen lassen.
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Bildquelle: www.welt.de/
und ...
Defekte Klimaanlagen im ICE
Bahnchef Grube will Hitzeopfer entschädigen
Bahnchef Rüdiger
Grube hat sich persönlich bei der Schulleiterin für defekte
Klimaanlagen in einem ICE entschuldigt. Wegen der extremen Temperaturen
waren mehrere Schüler in dem Zug zusammengebrochen. Die Bahn
möchte die Hitzeopfer für die Unannehmlichkeiten entschädigen.
Der Vorstandsvorsitzende habe am Sonntag zweimal mit der Schulleiterin
Margret Peters und einmal mit einer der begleitenden Lehrerinnen
telefoniert, um sich über die Details aus erster Hand zu
informieren, sagte Bahn-Konzernsprecher Oliver Schumacher. "Herr Grube hat sich
ausdrücklich entschuldigt und bedauert die Vorfälle sehr",
sagte der Sprecher. An diesem Montag wolle er sich auch noch persönlich bei
den vier Schülerinnen melden, die ins Krankenhaus gebracht werden mussten.
Am Samstag waren mehrere Schüler des St.-Bernhard-Gymnasiums im
rheinländischen Willich in einem überhitzten ICE von Berlin
Richtung Köln zusammengebrochen, nachdem die Klimaanlage ausgefallen war.
Sie waren auf dem Rückweg von einer Klassenfahrt nach Berlin. 27
dehydrierte Schüler mussten medizinisch versorgt werden.
Fahrgäste berichteten von Temperaturen von gefühlt über 50 Grad.
Die Deutsche Bahn bedauerte die Hitzeprobleme in ihren Zügen und
bot den Betroffenen eine Entschädigung an. "Leider haben einzelne
Fahrgäste durch die bedauernswerte Verkettung unglücklicher Umstände
auch gesundheitliche Beeinträchtigungen erlitten. Dafür
möchten wir uns ausdrücklich entschuldigen", erklärte Ulrich Homburg,
Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn, am Sonntag. "Wir wollen diese
Kunden für die erlittenen Unannehmlichkeiten entschädigen und
bitten sie, sich bei uns zu melden."
Drei ICE betroffen
Die Bahn entschuldigte sich für die teilweise "erheblichen
Unannehmlichkeiten" für rund tausend Fahrgäste durch den
hitzebedingten Ausfall von drei ICE-Zügen am Samstag. Aufgrund "der extremen
Außentemperaturen und des hohen Fahrgastaufkommens" seien in drei
ICE-Zügen auf dem Weg von Berlin nach Köln/Düsseldorf
die Klimaanlagen ausgefallen, hieß es in der Pressemitteilung. Das Bordpersonal
habe daraufhin in Absprache mit der Betriebszentrale die Züge in
Hannover beziehungsweise in Bielefeld gestoppt.
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Mo, 12 Jul 2010 11:24:28 +0200-379

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Mo, 12 Jul 2010 08:08:08 +0200
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Fußball-WM |
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| Spanien gewinnt die Fußballweltmeisterschaft |
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Stressbedingte Ausfälle im Beruf |
Studie über Fehlzeiten
Welche Jobs krank machen
Müllmänner
fehlen fast sechs Wochen pro Jahr wegen Krankheit, das ist deutscher
Rekord. Auch in anderen Berufen steigt laut einer AOK-Studie die Zahl
der stressbedingten Ausfälle. Nur Hochschullehrer und Ingenieure
haben kaum Fehlzeiten - SPIEGEL ONLINE zeigt, welche Jobs krank machen.
Hamburg - Die Deutschen haben Rücken. Das Leiden von Hape
Kerkelings Kunstfigur Horst Schlämmer ist mit Abstand der Krankheitsgrund
Nummer eins. In allen Berufsgruppen fehlen die Beschäftigten am
häufigsten wegen Problemen mit Muskulatur und Skelett. Das hat eine Untersuchung
der AOK ergeben, die Krankenkasse hat für ihren jährlichen
Bericht die Fehlzeiten ihrer 9,7 Millionen Versicherten ausgewertet.
Zugenommen haben in den vergangenen Jahren aber vor allem die
psychischen Erkrankungen, sagt Helmut Schröder, Herausgeber der
Studie. Sie sind mittlerweile für 8,6 Prozent der Fehlzeiten
verantwortlich - Platz vier der wichtigsten Krankheiten. Zudem fallen Arbeitnehmer bei
stressbedingten Erkrankungen die längste Zeit am Stück aus:
"Bei einer Atemwegserkrankung fehlt ein Beschäftigter im Schnitt 6,5 Tage,
bei einer psychischen Erkrankung sind es fast 23 Tage", erläutert Schröder.
Die "Zeit" widmet dem Thema Burn-out in dieser Woche ihre
Titelgeschichte. Kopfschmerzen, Magen-Darm-Störungen,
erhöhter Blutdruck, Herzrasen und Schweißausbrüche gehören
demnach zu den ersten Warnzeichen. Typisch seien auch "erhöhter Konsum von Nikotin,
Alkohol und Rauschmitteln, Missbrauch von Beruhigungs- und Aufputschmitteln".
Wer die Symptome ignoriert, dem drohe der seelische Zusammenbruch, "die
Kranken verlieren die Kontrolle über ihr Leben", schreibt die "Zeit".
Doch trotz zunehmender psychischer Erkrankungen - die meisten
Krankheitstage fallen immer noch bei körperlich anstrengenden
Berufen an. Straßenreiniger und Müllmänner fehlten laut AOK
2009 im Schnitt 28,8 Tage. Es folgen Waldarbeiter und Krankenpflegehelfer mit rund 25
Tagen. Auch Jobs im Baugewerbe liegen deutlich über dem
AOK-Durchschnitt von 17,3 Tagen.
In dieser Branche wie auch in der Land- und Forstwirtschaft gibt es
überdurchschnittlich viele Fehlzeiten wegen Verletzungen sowie
Leiden an Muskulatur und Skelett. In der Dienstleistungs- und
Verwaltungsbranche sind dagegen psychische Erkrankungen
überrepräsentiert. Die wenigsten Fehlzeiten haben
Hochschullehrer (4,9 Tage) und Ingenieure des Maschinen- und Fahrzeugbaus (6,3 Tage).
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Sa, 10 Jul 2010 13:08:51 +0200-378
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Mehr Geld für Elite-Studenten - aber nicht für Bafög |
Mehr Geld für Elite-Studenten - aber nicht für Bafög
Deutschlands Elite-Studenten erhalten künftig
Stipendien - die rund 800.000 Bafög-Empfänger müssen
aber länger auf die geplante Erhöhung warten.
Der Bundesrat ließ am Freitag nach einem Entgegenkommen des
Bundes das Stipendienprogramm für besonders gute Studenten passieren. Das
zweite zentrale Bildungsprojekt der Bundesregierung, die Erhöhung der
Bafög-Sätze, muss in den Vermittlungsausschuss. "Damit ist
zumindest der Einstieg in eine neue Förderung gelungen, die in anderen
wichtigen Forschungsnationen längst existiert", sagte
Bundesbildungsministerin Annette Schavan nach der Entscheidung.
Das Stipendienprogramm sieht vor, rund vier Prozent der besten
Studenten bis zu 300 Euro monatlich zu fördern. Die
Bundesregierung konnte sich die Zustimmung der Länderkammer nur sichern, weil der
Bund auch den eigentlich vorgesehenen Länderanteil von rund 80
Millionen Euro übernimmt. Die Bundesländer tragen lediglich die
Verwaltungskosten, entscheiden aber gemeinsam mit Bund und der
Wirtschaft über die Verteilung der Mittel. Noch am Donnerstag
hatte der Bundesrat gedroht, beide Projekte in den Vermittlungsausschuss zu schicken.
Die Einigung war am Donnerstagabend im Gespräch der
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Schavan mit den Ministerpräsidenten der Union
erreicht worden. Der Kanzlerin war es wichtig, zumindest eines ihrer
Bildungsprojekte noch vor der Sommerpause beschlossen zu bekommen.
BAFÖG-FÖRDERUNG KOMMT SPÄTER
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Sa, 10 Jul 2010 12:54:57 +0200-377
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Der "Sichere Personalausweis" und seine Fälschungen! |
Den Ausweis gibt es noch nicht, aber schon Hinweise, wie leicht der "Sichere Ausweis"
gefälscht werden kann! Also wundern Sie sich nicht, wenn Sie quasi "persönlich bestätigte
Bestellungen" erhalten, die eindeutig von "Ihnen" mit (dem
gefälschten Ausweis) bestätigt wurden!
Die
IT-Sicherheitsfirma media transfer AG nimmt erste Identitätsserver
in Betrieb, mit welchen ab November 2010 die neuen elektronischen
Personalausweise in Deutschland verwaltet werden sollen.
Ab November ist es soweit: Die alten Personalausweise werden von
elektronischen, scheckkartengroßen Ausweisen abgelöst. Diese
neue Generation von Dokumenten soll mit einer größeren Sicherheit
sowie einem größerem Maß an Komfort einhergehen.
Auf dem Pass sind alle Informationen, die auf dem alten Ausweis
schriftlich vermerkt waren, auf einem kleinen integrierten Chip
gespeichert. Zudem wird auch ein Bild sowie biometrische Informationen
des Besitzers in der Karte integriert sein. Freiwillige können
überdies auch ihre Zeigefingerabdrücke im Personalausweis speichern lassen.
Durch diese Änderung werden Grenzkontrollen zukünftig
schneller vonstattengehen können, da ein Computer automatisch das Bild auf
dem Ausweis mit dem der betreffenden Person vergleicht. Des Weiteren soll
auch das sogenannte E-Business auf diese Weise revolutioniert werden:
Onlineeinkäufe, Altersüberprüfugen und so weiter sollen
so laut Bund wirtschaftlicher und schneller abgehandelt werden. Hierfür
benötigt der Bürger allerdings ein spezielles Kartenlesegerät, das Daten
vom Ausweis ins Internet überträgt. Allerdings wird es nicht jeder
Website erlaubt sein die Personalien eines Nutzers abzufragen. Hierfür wird ein
Zertifikat, das vom Bund vergeben wird, benötigt. Um mehr
Sicherheit zu gewährleisten, wird der Nutzer zur Eingabe einer sechstelligen
PIN-Nummer aufgefordert, bevor die Daten übertragen werden.
Zum neuen Ausweis gibt es allerdings nicht nur positive Stimmen: Zwar
gilt die Verschlüsselung der Daten auf dem Chip nach eigenen
Angaben der Verantwortlichen als sehr sicher, allerdings wurde dies vom
elektronischen Reisepass auch behauptet, dessen Schutz innerhalb
kürzester Zeit geknackt war. Ist der Schutz erst einmal
ausgehebelt, so könnte sich ein Verbrecher eine weitere Schwäche des Passes
zunutze machen: Der zur Speicherung verwendete RFID-Chip ist nicht nur auf
kurze Distanz lesbar, sondern die Daten wären auch auf eine
Entfernung von etwa 2 Metern noch empfangbar. So würde es reichen, durch eine
Menschenmenge zu laufen, um zahlreiche Datensätze zu stehlen.
Diese könnten dann auf einen anderen Chip übertragen werden, sodass
man eine gefälschte Identität erlangt.
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Fr, 09 Jul 2010 11:44:38 +0200-376
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Erneut verdorbenes Rindfleisch im Umlauf |
Nach Berichten des SWR ist verkeimtes Rindfleisch umetikettiert und zum
Verkauf angeboten worden. Die Risikobewertung des
Verbraucherschutzministeriums steht noch aus.
Verdorbenes
Rindfleisch ist in Deutschland illegal auf den Markt gelangt. Das haben
Recherchen des SWR-Wissenschaftsmagazins Odysso ergeben. Der Keim
heißt "Clostridium estertheticum" und ist mit herkömmlichen
Lebensmitteluntersuchungen nicht nachzuweisen.
Noch ist unklar, ob von diesem speziellen Keim Gesundheitsgefahren
ausgehen. Das Bundes-Verbraucherschutzministerium hat in Folge der
SWR-Recherchen eine Risikobewertung in Auftrag gegeben. Die
endgültigen Ergebnisse stehen noch aus. In einer ersten Einschätzung
heißt es: "Sollte ein Verzehr stattfinden, so ist nach der Einschätzung des
Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) das Risiko einer
gesundheitlichen Beeinträchtigung für den Menschen als
unwahrscheinlich anzusehen." Da aber viele Clostridien-Arten starke Gifte bilden, mahnt
Fleischexperte Gareis, das Bakterium nicht zu unterschätzen.
Häufig wird Rindfleisch in Vakuumbeuteln mehrere Wochen
gekühlt gelagert, um zu reifen. Unter diesen Bedingungen – ohne Sauerstoff und
bei Kühlschranktemperaturen – gedeiht besagter Keim. Er zersetzt
das Fleisch und bildet dabei Gase. Sie lassen die Vakuumverpackungen
aufblähen. Durch die Zersetzung wird das Fleisch schleimig und
entwickelt einen extremen Geruch: Gammelfleisch, das entsorgt werden
muss. Oder besser gesagt: müsste. "Wir haben ganz klare Hinweise
dafür, dass dieses Fleisch, das umverpackt und umettiketiert wird, wieder in
den Verkehr gelangt", sagt der Mikrobiologe Manfred Gareis, Professor
am Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel in Kulmbach.
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Fr, 09 Jul 2010 02:58:14 +0200-375
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BGH - Keine Versandkosten bei Widerruf einer Ware |
Erfolg für die
Verbraucherschützer beim Bundesgerichtshof: Das Widerrufs- und
Rückgaberecht für Verbraucher wurde gestärkt. Das
oberste deutsche Gericht entschied am Mittwoch, dass ein Versandhändler Kunden
nicht mit den Versandkosten für die Hinsendung einer Ware belasten
könne, wenn diese von ihrem Widerrufs- oder Rückgaberecht Gebrauch machten
(Urteil vom 7. Juli 2010 – VIII ZR 268/07). Eine Entscheidung zugunsten der
Verbraucher hatte sich schon zuvor angedeutet.
EuGH: Nationales Recht widerspricht EU-Richtlinie
Bereits im April hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) vorab
entschieden, nachdem der VIII. Zivilsenat des BGH ein
Revisionsverfahren in dieser Frage ausgesetzt und sich zur Klärung
der Rechtslage an die europäische Instanz gewandt hatte. Der EuGH
erteilte Forderungen nach Zahlung von Hinsendekosten trotz Rücksendung
bestellter Waren eine Absage (Urteil vom 15. April 2010 - Rs.
C-511/08). Nationale gesetzliche Regelungen würden der
europäischen Fernabsatz-Richtlinie 07/7/EG des Europäischen Parlaments und des
Rates vom 20. Mai 1997 widersprechen. Diese regelt den Verbraucherschutz bei
Verträgen im Fernabsatz. Der Richterspruch des EuGH ist für
die nationalen Gerichte bindend.
Der Gang durch die juristischen Instanzen hatte für das von einem
Verbraucherverband verklagte Versandhandelsunternehmen nach der
Vorabentscheidung durch den EuGH denn auch keinen Erfolg. Bereits vor
dem Spruch des BGH hatte das Landgericht und das Oberlandesgericht
Karlsruhe den Verbraucherschützern Recht gegeben. Das beklagte
Unternehmen hatte seinen Kunden pauschal 4,95 Euro pro Bestellung
für die Zusendung der Ware in Rechnung gestellt. Die
Verbraucherschützer hatten gefordert, dass der Händler seinen Kunden diese Kosten bei
einem Widerruf erstatten müsse. Der BGH legte nun den entsprechenden
Paragraphen 346 Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) in
Verbindung mit den Paragraphen 312d und 354 dahin aus, dass dem
Verbraucher nach Rücksendung der Ware eine Erstattung der
Hinsendekosten zustehe. Damit hat das deutsche Gericht die Rechtslage
entsprechend der europäischen Rechtsprechung umgesetzt.
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Do, 08 Jul 2010 13:42:34 +0200-374
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Nun zuckt er wieder - und das mit 16.000 Bits/s! |
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Alles ist flink wie ein Wiesel.
Die 16.000 stehen zwar nur auf dem Papier, real sind es nur knapp
12.000 laut Computer-Bild-DSL-Speed-Test,
aber das ist eigentlich ok, der kleine Unterschied zwischen "Theorie und Praxis"!
Es ist schon etwas gewöhnungsbedürftig, alles was "gut" ist
leuchtet bei Vodafone rot (in den Vodafone-Farben rot-weiß) und wenn etwas
nicht in Ordnung ist leuchten die Kontroll-LED's
blau bzw. violett - eben anders als man es vielleicht gewohnt ist. Die vier rechten LED's zeigen die Netz-, DSL-, Telefon- und WLAN-Funktion an - alles rot - alles gut! Mal sehen, was unser Klaus bei Vodafone für "Schwachstellen" aufstöbert. Bisher konnte ihn eigentlich kein Provider "richtig
überzeugen" - vielleicht schafft es Vodafone.
Jetzt ist erst einmal alles "Neu" und schön, mal sehen, wie lange das so bleibt.
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Mi, 07 Jul 2010 19:35:34 +0200-373
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Pressezensur in den USA
Fotos von ölverschmierten Vögeln sind verboten! |
Die Küstenwache am Golf von Mexiko setzt eine Strafe in Höhe
von 40.000 US-Dollar für alle Journalisten und Fotografen aus, die
unmittelbar von der Ölkatastrophe berichten wollen. Wer näher als rund 20
Meter ans Geschehen will, braucht nun eine ausdrückliche Erlaubnis.
Offenbar gilt dort: Was nicht fotografiert werden soll, das nicht
fotografiert werden darf. Niemand darf sich mehr ohne
ausdrückliche Erlaubnis der Ölkatastrophe nähern. Georgianne Nienaber, eine
Mitarbeiterin der Huffington Post, der BILD-Zeitung unter den
US-amerikanischen Publikationen, wurde jetzt angezeigt, weil sie
absichtlich an der Küste Fotos von verendenden Vögeln gemacht
hat. Man wirft ihr eine „Class D Felony“ vor, eine Straftat von einer Schwere
ähnlich einer Körperverletzung. Die maximale
Höchststrafe liegt bei 250.000 US-Dollar und drei Jahren Freiheitsentzug. Getroffen hat es
neben der Huffington Post, die aktuell 40.000 Dollar Strafe zahlen
soll, aber auch die seriösere Presse. CNN hat in einer
Sondersendung die fehlende Transparenz der Behörden kritisiert. Hatte man
anfangs allen Journalisten freien Zugang versprochen, so hat man aktuell eine
Kehrtwende durchgeführt. In der Sendung versucht der
Sprecher klarzumachen, dass er kein Feind des Staates sei. Es geht ihm
lediglich darum, direkt vom Ort des Geschehens zu berichten. Die neuen
Zensurmaßnahmen der Behörden scheinen aber nur in eine
Richtung zu gehen: Alle Fehler bei der Bekämpfung der Ölkatastrophe
können so mit einfachsten Mitteln verdeckt werden. Wer nicht näher als 20 Meter
(65 Feets) ans Geschehen darf, der kann kaum erkennen, was dort im Detail
passiert. Diejenigen, die sich dagegen sträuben, werden ihr
"Fehlverhalten" mit erheblichen Bußgeldern zu spüren
bekommen. CNN berichtete, private Sicherheitsdienste sollen an der Küste sogar
Wachen aufgestellt haben, um Journalisten abzuschrecken.
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Mo, 05 Jul 2010 09:35:25 +0200-372
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Die Kriminalisierung der "Normalbürger" nimmt Gesicht an! |
In Berlin sorgte die Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) mit der
Ankündigung für Wirbel, den U-Bahnhof Kottbusser Tor zum
Videomusterbahnhof umzurüsten und möglicherweise mit
biometrisch ausgewerteten Kameras zu bestücken.
Die nach Umrüstung des "Videomusterbahnhofs" am Kottbusser Tor
geplante Evaluation wird laut der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage "in
enger Abstimmung mit der Berliner Polizei" durchgeführt.
Datenschutz und -sparsamkeit wird hier kleingeschrieben.
Rückwärts und vorwärts gerichtete Überwachung
In neuen Forschungsprojekten fördert das Bundesministerium
für Bildung und Forschung die automatisierte Auswertung von Bildern aus
Videoüberwachung und Datenbanken
Im Rahmen seiner "High-Tech-Strategie" bestückt das
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fünf Projekte zur
intelligenten Auswertung von Bild- und Videodaten durch "Mustererkennung". Die
Vorhaben sind Teil des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit".
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Mo, 05 Jul 2010 09:29:58 +0200-371
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Russischer Weltallfrachter erreicht ISS erst im zweiten Anlauf |
Moskau/Washington - Was als Routinemission geplant war, ist für
die Raumfahrtnationen Russland und USA zu einer peinlichen Millionenpanne
geworden. Das unbemannte russische Versorgungsschiff "Progress 38" flog
etwa drei Kilometer an der Internationalen Raumstation ISS vorbei -
statt wie geplant anzudocken. "Der Transporter hat nicht gestoppt",
funkte der russische ISS-Kommandant Alexander Skworzow zur Erde.
Erst beim zweiten Versuch, rund 48 Stunden später, gelang der
"Progress" mit rund 2,6 Tonnen Lebensmitteln, Kleidung und
Ausrüstung an Bord das Andockmanöver. Die "Progress" hat planmäßig
angekoppelt", teilte das russische Flugleitzentrum am Sonntag mit.
Die Nasa und die russischen Behörden hatten gleich nach dem
gescheiterten Manöver am Freitagabend beschwichtigt. Eine Gefahr
für die ISS sei das Schiff nicht gewesen, hieß es. Die drei
russischen Kosmonauten sowie drei US-Astronauten an Bord der ISS seien nicht
gefährdet gewesen, hieß es bei der Nasa. Auch der russische
Partner, die Raumfahrtagentur Roskosmos, gab Entwarnung. Es handele sich
keinesfalls um eine Notfallsituation, sagte Roskosmos-Vizechef Witali Dawydow.
Doch jede Mission verschlingt Millionen. Und klar ist: Die Technik hat
versagt, der Autopilot setzte 25 Minuten vor dem geplanten Manöver
plötzlich aus. Skworzow und seine Crew hatten keine Zeit zu
reagieren und den Transporter mit einem manuellen Manöver anzudocken. Eine
"unkontrollierte Rotation" hatte der ISS-Kommandeur ausgemacht.
TV-Signale störten das Andock-Manöver
Schuld waren Fernsehsignale. Ein TV-System für Skworzows
Überwachungsmonitor beeinflusste den Autopiloten der "Progress".
Das Raumschiff erhielt dadurch den Befehl, das Manöver abzubrechen.
Beim zweiten Anlauf wurde das TV-System abgeschaltet. Diesmal klappte es -
wieder hatte der Computer das Steuer der "Progress" übernommen.
Der Raumtransporter, der am Mittwoch vom kasachischen Weltraumbahnhof
Baikonur gestartet war, wurde vom Boden aus in Position gebracht.
Die Panne am Freitagabend war nicht die erste. Erst Anfang Mai trat bei
einem Schwesterschiff ein Navigationsfehler beim Andocken auf. Weil die
Crew rasch handelte, ging alles glimpflich aus: Der damalige Kommandeur
Oleg Kotow konnte das Versorgungsschiff manuell an die ISS andocken.
Der peinliche Zwischenfall kommt für Russen und Amerikaner
gleichermaßen zur Unzeit. Die amerikanischen Space Shuttles
werden Anfang 2011 ausgemustert - bis in einigen Jahren ein Nachfolgemodell
existiert, sind die russischen Sojus-Kapseln das einzige
Transportmittel auch für US-Astronauten. Deshalb will Moskau die
Notlage der Nasa zu Geld machen und die Transportgebühren gewaltig
erhöhen. Zweifel an der russischen Technik dürfen deshalb
erst gar nicht aufkommen.
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Bildquelle: http://www.spiegel.de/
Mo, 05 Jul 2010 01:34:27 +0200-370
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Katrin Müller-Hohenstein - ohne Worte! |
Mit wehenden Fahnen
Für die deutsche Elf läuft es derzeit rund bei der WM. Nicht
so für ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein. Ihre Auftritte wirken
nicht immer glücklich – zuletzt unterlief ihr ein Fahnen-Patzer.
Eins
vorweg: Live moderieren verlangt eine schnelle Auffassung,
Schlagfertigkeit und viel Präsenz. Der WM-Moderatorin Katrin
Müller-Hohenstein, die zusammen mit Oliver Kahn die WM für
das ZDF begleitet, kann man diese Talente nicht grundsätzlich absprechen.
Allerdings treten bei Live-Moderationen auch erbarmungslos Defizite
zutage. Kleine Konzentrationsschwächen können schnell zu
peinlichen Patzern werden. Müller-Hohensteins jüngster Fauxpas: Sie
verwechselte Österreichs Nationalflagge mit der Fahne von Berlin.
Nach dem Deutschland-Sieg gegen Argentinien schwenkte die Kamera
über das Meer von jubelnden Fans im Stadion von Kapstadt. Unter den
zahlreichen Fahnen war auch ein rot-weiß-rotes Exemplar. „Oli,
siehst du die Österreich-Fahne? Das ist ja interessant“, fragte
Müller-Hohenstein. Ein peinlicher Irrtum. Schließlich hat
auch Berlin eine rot-weiß-rote Flagge, allerdings mit einem großen,
schwarzen Bären in der Mitte. Später entschuldigte sich die Sportmoderatorin: „Ich
habe nur das Rot-weiß-rot gesehen. Ich wollte die
österreichischen Zuschauer nicht kränken.“
Nur einen Tag zuvor hatte sich Müller-Hohenstein bereits für
ihre Werbeaktion für das Molkereiunternehmen Weihenstephan
entschuldigen müssen. „Das Engagement war ein Fehler, den ich bedaure“, sagte
sie dem „ Spiegel“. „Es war nie meine Absicht zu werben. Ich beende die Arbeit
als Schirmherrin des Beirats“, fügte sie hinzu. Der Internetauftritt
des Molkereikonzerns weist die Sportmoderatorin als „Schirmherrin des
Weihenstephan Qualitätsbeirats“ aus. In einem Imagefilm stellt sie
leitenden Mitarbeitern der Molkerei Fragen über die Produktion und
testet Milchprodukte. Der Haken daran: Müller-Hohensteins Agentur
hatte verbreitet, Ex-Chefredakteur Nikolaus Brender habe ihr die jetzt
umstrittene Tätigkeit einst erlaubt. Brender selbst erklärte
dem „Spiegel“, seine Erlaubnis habe er nur „für die Mitwirkung bei
einer unabhängigen Stiftung zur gesunden Ernährung von Kindern“ erteilt.
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Bildquelle: www.focus.de/
lesen Sie auch: Gefährlich entgleist
und ... "Ganz großer Käse"
So, 04 Jul 2010 12:49:02 +0200-369
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Für Freunde der Zahlen ... oder für Betroffene die zahlen ... |
ARD: Kein Geldsegen durch GEZ-Haushaltsabgabe
Spätestens seit Anfang Juni steht nun endgültig fest, dass
die bisherige geräteabhängige GEZ-Gebühr durch eine
einheitliche Haushaltsabgabe ersetzt wird. Ab 2013 zahlt daher jede private
Wohnungsgemeinschaft einheitlich 17,98 Euro pro Monat an die
öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten – unabhängig von der
tatsächlichen Anzahl von Geräten und Personen. Nicht mehr
möglich ist damit allerdings auch das Falsch- oder Nicht-Anmelden von Geräten
und der daraus folgende "persönliche GEZ-Rabatt". Umstritten ist
daher, ob die geplanten Änderungen zu Mehreinnahmen führen werden oder
nicht. Laut ARD trifft eher letzteres zu: Man erwarte kein zusätzliches
Plus, teilte die Sendeanstalt am Mittwoch mit.
Mehreinnahmen "völlig illusorisch"
Absolut unrealistisch findet der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust
Berichte der letzten Wochen über einen deutlichen Anstieg des
Gebühreneinnahmen. So hatte etwa "Bild" vorgerechnet, die
Gesamtsumme würde trotz gleichbleibendem Monatsbetrag bei 40 Millionen
zahlenden Haushalten im Vergleich zu 2008 um rund 1,4 Milliarden Euro ansteigen.
Boudgoust hat hingegen keinerlei Verständnis für solche Zahlenspiele.
"Am Ende wird bestenfalls eine schwarze Null stehen", sagte der
ARD-Chef. Angebliche Mehreinnahmen in Milliardenhöhe seien
"völlig illusorisch". "Schon die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs
(KEF) würde dafür sorgen, dass zusätzliche Erträge
wieder mit unserem Bedarf verrechnet werden", so Boudgoust weiter. Das neue Modell sichere
zwar die Rundfunkfinanzierung bei veränderten technischen Bedingungen,
ändere aber nichts am "harten Sparkurs" der ARD und ihrer Mitglieder.

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So, 04 Jul 2010 12:31:17 +0200-368
Apple gibt erstmals Fehler beim iPhone 4 zu
Das neue iPhone 4 ist
tatsächlich mit einem Fehler behaftet. Das hat Apple nun zum
ersten Mal in einem öffentlichen Brief zugegeben. Bereits kurz nach dem
Verkaufsstart hatten Nutzer berichtet, dass sich der Mobilfunkempfang
verschlechterte oder sogar unterbrochen wurde, wenn das Gerät auf
eine bestimmte Weise in der Hand gehalten wurde. Vor allem Linkshänder
verdecken die im Edelstahlrahmen eingebaute Antenne mit ihrem
Handballen, so dass die im Display des Handys angezeigte
Signalstärke stark abnimmt. Bislang konnte Apple diesen Fehler nicht erklären.
"Bei unserer Untersuchung waren wir erstaunt herauszufinden, dass die
Formel falsch ist, mit der wir die Zahl der Balken für die
Empfangsstärke berechnen", heißt es in dem Brief. In vielen
Fällen würden zwei Balken zuviel angezeigt. Sollte der Empfang trotz
Anzeige von fünf Balken stark zurückgehen, weil das iPhone in der
linken Hand gehalten wird, habe sich der Nutzer mit hoher Wahrscheinlichkeit in
einem Gebiet mit eingeschränktem Empfang befunden.
Apple betont in seinem Brief, dass jedes Handy Empfangsstärke
verliert, wenn es angefasst wird. Nun will das Unternehmen in einigen Wochen eine
kostenlose Software nachliefern, die diesen Fehler wieder ausmerzt und
die Signalstärke realistisch wiedergibt.
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So, 04 Jul 2010 11:46:16 +0200-367
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Berliner Jugendrichterin tot |
Obduktion bestätigt Suizid der Berliner Richterin
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| Die prominente Berliner Jugendrichterin Kirsten
Heisig ist tot. |
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Sie galt als pflichtbewusst und stark: Kirsten Heisig. An dem Tag, an
sie verschwand, schickte sie letzte Buch-Korrekturen weg. War der Druck
zu groß?
In Berlin herrscht Bestürzung. Die prominente Jugendrichterin Kirsten
Heisig hat sich selbst getötet. Die Leiche der 48-Jährigen
wurde am Samstag gegen 13.45 Uhr nach mehrtägiger Suche in einem
Waldstück im Norden der Hauptstadt entdeckt. Der Suizid sei durch die Obduktion
erwiesen, sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin
Steltner. Die Juristin ging im Kampf gegen Jugendkriminalität neue
Wege. Sie hatte im Kampf gegen Jugendkriminalität das
Neuköllner Modell initiiert und sich damit bundesweit einen Namen gemacht.
Der Tod der couragierten Frau wirft Fragen auf. Die Gründe liegen
im Dunkeln. Wurde die Juristin Opfer ihres eigenen Erfolgs, war der Druck
zu groß oder war die Mutter zweier Töchter einsam?
Nach einer Vermisstenmeldung hatten seit Mittwoch täglich rund 60
Polizisten bei brütender Hitze mit Suchhunden und Stöcken den
Tegeler Forst ohne Erfolg durchkämmt. Dort wurde gesucht, weil das
verlassene Auto der Richterin an einem Straßenrand im Ortsteil Heiligensee
stand. Die erste Suche in der Nähe des Wagens, in dem persönliche
Dinge wie ihr Ausweis aber kein Abschiedsbrief lagen, war in der Nacht zum
Donnerstag gegen 3 Uhr abgebrochen worden. Die Wärmebildkamera
eines Hubschraubers lieferte wegen der hohen Temperaturen keine brauchbaren Bilder.
Womöglich wurde ihre Leiche übersehen
Doch in dem Areal wurde die tote Richterin nun gefunden. In
Justizkreisen hieß es, die gebürtige Rheinländerin habe
sich an einem Baum erhängt. Möglich scheint, dass die Leiche bei der ersten
nächtlichen Suche mit auf den Boden gerichteten Lampen
übersehen wurde. Am Montag war die sportliche und superschlanke Frau, die als
pflichtbewusst und zuverlässig galt, zuletzt gesehen worden. An
dem Tag habe sie auch letzte Korrekturen für ihr Buch „Das Ende der
Geduld“ übermittelt, sagte eine Sprecherin des Verlages Herder. Der
Erfahrungsbericht sollte im September erscheinen.
Heisig war als Richterin am Amtsgericht Tiergarten für den
Problembezirk Neukölln mit einem hohen Ausländeranteil
zuständig. Sie hatte es satt, dass vor allem junge Straftäter erst Monate
später vor ihr auf der Anklagebank saßen und sich nicht mehr erinnern
konnten. Nach dem Neuköllner Modell folgt nun nach dem Delikt in einem
beschleunigten Verfahren die Strafe auf dem Fuße. Es können
vier Wochen Arrest verhängt werden, es werden Täter-Opfer-Gespräche
angeordnet oder gemeinnützige Arbeit. Nur so gebe es noch die Chance auf
Erziehung, hatte Heisig gesagt.
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Bildquelle: www.welt.de/
So, 04 Jul 2010 16:04:43 +0200-366a
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Tour de France: ARD und ZDF radeln mit |

Ab heute rollen sie wieder. In Rotterdam startet das schwerste
Radrennen der Welt. ARD und ZDF sitzen mit im Sattel. Doppelt so lang
wie in den Vorjahren. Bis zum Ziel der Tour de France am 25. Juli in
Paris wollen die Öffentlich-Rechtlichen täglich von 16 bis
17.30 Uhr von den 20 Etappen berichten. In drei Ausnahmefällen, wie zum
Beispiel bei schweren Bergetappen zum Tourmalet, auch länger.
„Wir hatten die Übertragungszeit im letzten Jahr arg
zusammengestutzt“, erläutert ZDF-Sprecher Thomas Stange. 2009, als ARD und ZDF eine
Stunde aus Frankreich berichteten und etwa 30 Minuten Live-Bilder einspielten,
hatten sich die Zuschauer abgemeldet. Mit einem Marktanteil unter zehn
Prozent wurden die Quoten aus dem Jahr 2008 deutlich verfehlt.
Ausstieg vom Ausstieg
Nach den Dopingfällen Stefan Schumacher und Bernhard Kohl im Jahr
2008 hatte die ARD zunächst den Rückzug aus der Rundfahrt
verkündet. „Der sportliche Wert der Tour des France hat sich aufgrund der
gehäuften Dopingfälle und der daraus gewonnenen Erkenntnisse erheblich
reduziert“, sagte der damalige ARD-Vorsitzende Fritz Raff.
Umsetzen ließ sich der Vorsatz allerdings nicht. Die
Europäische Rundfunkunion (EBU) hat mit dem Tour-Veranstalter stellvertretend
für die europäischen öffentlichen Sender einen Vertrag bis 2011
abgeschlossen. Diesem haben auch ARD und ZDF zugestimmt. Zahlen
müssen sie also. Daher kam wahrscheinlich die Light-Ausgabe 2009 zustande: Bei
Gesamtkosten von 20 Millionen Euro für drei Jahre und zwei Sender,
wäre es dem Zuschauer kaum vermittelbar gewesen, dass man nicht überträgt.
Der Zuschauer kehrt 2010 zurück in die erste Reihe und sieht mit
dem Zweiten mehr. Der Protest gegen einen auf Dopingaffären
reduzierten Skandalsport scheint im Sande zu verlaufen. Schon vor dem heutigen
Start schwebt der Vorwurf erneut über dem Peleton. Laut einem
Bericht des Berliner Kuriers behauptet der 2006 wegen Dopings disqualifizierte
Sieger Floyd Landis: „Die Spitzenfahrer spritzen sich nach jeder Etappe
Epo.“ Die Gerüchte um Lance Armstrong, der in diesem Jahr zu
seiner letzten Rundfahrt aufbricht, halten sich konstant.
Reine Verdächtigungen
„Das sind Verdächtigungen. Wir gehen davon aus, dass er nicht
dopt“, sagt Thomas Stange. Was passiert, wenn aber erste Dopingsünder
überführt werden, erklärt ARD-Sprecherin Swantje
Wittstock: „Für diesen Fall sind derzeit keine programmlichen Änderungen geplant, sondern
wir werden weiter objektiv und kritisch über die Ereignisse berichten.“
Lesen Sie weiter bei 
Bildquelle: www.derwesten.de/
Sa, 03 Jul 2010 19:15:23 +0200-365
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Eine neue Sendung bei n-tv - "4 gewinnt - das Meinungsmagazin" |
Am 30. Juni startete
n-tv eine Pilotsendung
"4 gewinnt - das Meinungsmagazin"
Titel: "Ich fühle mich herrlich unregiert" und nahm die aktuell laufende Bundespräsidentenwahl zum Anlaß.
Eigentlich sollte die erste "Aufzeichnung" (Probe) um 17 Uhr beginnen - leider war zu diesem
Zeitpunkt der Moderator Heiner Bremer noch bei der Live-Berichterstattung im Berliner Reichstag und berichtete von den
Wahlversuchen für einen neuen Bundespräsidenten. Die "Damen" des TV
Ticket Services beruhigten die wartenden Zuschauer inzwischen mit belegten Brötchen
und Kuchen. Da auch der zweite Wahlgang des Bundespräsidenten
nicht erfolgreich war und Heiner Bremer immer noch im Reichstagsgebäude
moderierte, viel schließlich die Probe ganz aus und die "Profis" Else Buschheuer,
Ingo Appelt, Sascha Lobo und nun endlich auch hastig Heiner Bremer konnten einmal mehr beweisen, dass Sie auch "Live" ein gutes Bild abgeben und so ging die Sendung dann um 17:30 "heiß" und
ohne Probe auf den Sender. Alles war gut, alle waren zufrieden, (der
Regisseur hoffentlich auch) und Heiner Bremer konnte sich wieder live dem "Bundestags-Zirkus"
zuwenden. - In der Wahlpause mal rasch eine neue Fernsehsendung aus der Taufe gehoben.
Bei interesse, können Sie die komplette Sendung hier anschauen.
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Fr, 02 Jul 2010 22:28:59 +0200-364
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Christian Wulff macht erste Stippvisite im Schloss Bellevue |
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Durch diese Tür wird Wulff nun häufiger gehen Schloss Bellevue |
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Christian Wulff und Ehefrau Bettina |
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Lange gezittert und dann doch gewonnen. Nun steht dem Einzug ins
Schloss Bellevue nichts mehr im Weg, und Christian Wulff sieht sich
schon mal um.
Einen Tag nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten hat sich Christian
Wulff zunächst inoffiziell seinen neuen Arbeitsplatz angeschaut. Er fuhr
ins Schloss Bellevue, wo er an diesem Freitag offiziell seine
Amtsgeschäfte aufnehmen wird. Mitarbeiter zeigten dem neuen Hausherren seine
Arbeitsräume.
Der Bundespräsident hatte sich kurzfristig entschlossen, die
Räumlichkeit zu besichtigen, in denen er künftig amtieren
wird. Noch vor seiner Wahl hatte er gesagt, er werde in seinem Amtszimmer auch
eine Spielecke für seinen zweijährigen Sohn Linus einrichten.
Der Bundespräsident wird mit seiner Familie in einer Dienstvilla
in Berlin-Dahlem wohnen. Seit elf Jahren gibt es im Schloss Bellevue keine
privaten Wohnräume mehr für die Präsidenten.
Lesen Sie weiter bei 
Bildquelle: www.n-tv.de/
Do, 01 Jul 2010 15:06:28 +0200-363
Software spürt schlechte Gerätetreiber auf
Tool "DDT" findet Fehler und Absturzursachen
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| Computer-Innenleben:
Haben diese Teile gute Treiber? (Foto: pixelio.de, Dieter Schütz) |
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Lausanne (pte/01.07.2010/06:00) -
Informatiker an der École Polytechnique Fédérale
de Lausanne (EPFL) haben eine Software entwickelt, die Treiber für Soundkarten,
Laufwerke und andere Hardware am Computer auf Probleme überprüft. "Man
sollte diesen Gerätetreibern nicht einfach trauen. Sie stecken voller
Fehler", meint George Candea, Leiter des Dependable Systems Lab http://dslab.epfl.ch
an der EPFL, im Gespräch mit pressetext. Das wirkt sich auf die
Systemstabilität aus. Einer Experten-Schätzung zufolge sind
Fehler in Gerätetreibern für 85 Prozent aller Windows-Abstürze
verantwortlich.
Dafür verspricht das Tool "DDT" Abhilfe. "Im Gegensatz zu
traditionellen Testmethoden erfordert DDT keinen Zugriff auf den
Quellcode", betont Candea. Dennoch hat die Software in einem Test mit
sechs Microsoft-zertifizierten Treibern 14 schwerwiegende neue Bugs zu
Tage gefördert, berichten die Forscher in einem Fachbeitrag zur
diesjährigen USENIX Annual Technical Conference http://www.usenix.org/events/atc10/.
Tests ohne Quellcode
Gerade bei Windows sind viele Treiber nicht quelloffen, sodass der Code selbst
gar nicht zur Verfügung stünde und somit auch nicht
analysiert werden kann. Daher setzten die EPFL-Forscher darauf, mit DDT das Verhalten von
Gerätetreibern im Betrieb mit einer "Symbolic Execution" genannten
Methode möglichst genau zu prüfen. Die meisten Tests erfolgen
dabei in einer virtuellen Maschine. Mit dem Tool lassen sich dabei diverse
Probleme von Speicherlecks über Schutzverletzungen bis hin zu
Endlosschleifen aufspüren.
Um das Tool zu testen, haben die Forscher damit vier Netzwerk- und zwei Soundkartentreiber untersucht,
die allesamt Microsoft-zertifiziert sind. In jedem einzelnen hat DDT
zumindest einen neuen Fehler entdeckt und das in allen Fällen
innerhalb von Minuten. Dafür reicht ein normaler PC. "Wir versuchen,
Konsumenten die Möglichkeit zu geben, Treiber zu testen", betont Candea. Denn
das würde Kunden die Möglichkeit bieten, sich bei schlechten
Produkten für andere Treiber und auch Hardware zu entscheiden. "Damit steigt der
Druck auf Hersteller, fehlerfreie Gerätetreiber zu liefern", meint der Informatiker.
Stabilitäts-Spezialisten
Candeas Team hat mit Dimmunix auch ein Tool entwickelt, das Abstürze bei
laufenden Programmen verhindert (pressetext berichtete: http://www.pressetext.com/news/100129002/).
"Prinzipiell wäre es wirklich interessant, beide Ansätze zu
kombinieren", meint Candea auf Nachfrage von pressetext. Denn der
Anwender hat bei einmal gekaufter Hardware oft keine andere Wahl, als
den zugehörigen Treiber zu nutzen. Leider ist die Kombination in
der Praxis nicht möglich. "Gerätetreiber sind im System etwas so
Grundlegendes, dass Dimmunix damit nicht wirklich interagieren kann",
erklärt der Informatikprofessor.
Do, 1 Jul 2010 14:53:01 +0200-362
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